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Grund für Einsturz noch ungeklärt – Hund lebt vermutlich nicht mehr

Dachstuhl in Werne-Holthausen eingestürzt

Mit der Alarmnachricht „Dachstuhl eingestürzt, vermutlich 2 Personen im Gebäude“ rückte eine große Anzahl an Rettern Montagabend nach Holthausen aus. Personen kamen zum Glück nicht zu Schaden. Aber ein Hund wird auch am Dienstag noch vermisst.

Werne

, 12.06.2018
Grund für Einsturz noch ungeklärt – Hund lebt vermutlich nicht mehr

Der Dachstuhl eines Stallgebäudes auf einem Hof in Werne-Holthausen ist aus unbekannten Gründen am Montagabend, 11. Juni 2018, eingestürzt. © Wilco Ruhland

Update (15:00 Uhr):

Nach der Überprüfung des eingestürzten Dachstuhls in Holthausen durch einen Statiker, steht fest, dass das Gebäude auch weiterhin nicht begehbar ist, wie Raimund Fischer von der Bauordnung Werne am Dienstagnachmittag erklärte. Der Statiker machte sich mittels eines Krans von oben ein Bild von der Lage. Es hätte ausgesehen „wie ein Haufen Mikadostäbchen“, so Fischer.

Da auch noch Stroh und ähnliches für Gewicht auf den noch vorhandenen Dachteilen sorgen, sei es zu gefährlich hinein zu gehen. Die Familie besorgt einen Bauzaun um das Gelände abzusperren.

Hund lebt vermutlich nicht mehr

Das Problem ist: Der eigentliche Eigentümer befände sich im Krankenhaus. Deshalb ist es noch nicht klar, was genau mit dem Gebäude in Zukunft passiert, so Fischer. Doch fest steht: „Erstmal muss die Gefahr gebannt sein, man darf keinen daran lassen.“

Da sich der vermisste Hund gerne in der Tenne des Stallbereiches aufgehalten hätte, gehe man davon aus, dass dieser nicht mehr lebt, meinte Fischer. Gesehen habe man ihm bei einer vorsichtigen Begehung der Experten am Morgen jedoch nicht.

Update (12:53 Uhr):

Nach dem Einsturz eines Dachstuhls in Werne-Holthausen wird ein Hund auch am Folgetag noch vermisst. Ob er sich in den in den Trümmern befindet oder vielleicht doch vor Schreck weggelaufen ist, ließe sich nicht sagen, so Raimund Fischer von der Bauordnung Werne.

„Nicht vertretbar Menschenleben zu riskieren“

Tobias Tenk von der Freiwilligen Feuerwehr erklärte, dass es zum Einsatzzeitpunkt am Montagabend „nicht vertretbar war, Leute da reinzuschicken und Menschenleben zu riskieren“ um nach dem Vierbeiner zu suchen.

Momentan prüfen die Statikexperten inwieweit das Gebäude betretbar ist oder nicht. Dafür setzen sie extra einen Hubsteiger Kran ein, um mit einem Blick von oben auf das eingestürzte Dach die Lage besser einschätzen zu können.

Grund für den Einsturz weiter ungeklärt

Zum Zeitpunkt des Einsturzes befanden sich das ältere dort lebende Ehepaar im Haus wie ihr Schwiegersohn, der namentlich nicht genannt werden will, am Dienstag erklärte. Der Rest der Familie befand sich im Außengelände hinter dem Gebäude, um die Schafe zu versorgen. Da die sich im Haus befindlichen Personen unverletzt waren, konnten diverse Retter wieder umkehren.

Grund für Einsturz noch ungeklärt – Hund lebt vermutlich nicht mehr

Zum Glück wurden keine Personen verletzt. Allerdings wird auch am Dienstag noch ein Hund vermisst. © Wilco Ruhland

Der Grund für den Einsturz ist weiter ungeklärt. „Das Gebäude ist einfach alt“, gab Raimund Fischer am Dienstag eine erste Einschätzung. Der hintere Giebel des Stallbereiches sei eingestürzt und verursachte eine Art Kettenreaktion, die sich bis zum Dach des Wohnbereiches durchzog.

Erstmeldung:

Die Alarmierung erfolgte am Montag, 11. Juni, um 20.34 Uhr. Wegen der möglichen ernsten Konsequenzen rasten zusätzlich zu den örtlichen Rettungskräften aus Dortmund der Kran des Bergungszuges der Berufsfeuerwehr Dortmund sowie diverse Rettungsmittel aus dem gesamten Kreisgebiet Richtung Knappweg in Werne-Holthausen. Ein Notarzt aus Werne sowie ein weiterer Notarzt wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen eingeflogen.

Grund für Einsturz noch ungeklärt – Hund lebt vermutlich nicht mehr

Das eingestürzte Gebäude am Knappweg aus der Vogelperspektive am Einsatzabend. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Stall eingestürzt war, der direkt an ein Wohnhaus angrenzte. Glücklicherweise wurden keine Personen bei dem Einsturz verschüttet oder verletzt. Doch ein Hund wird vermisst.

Besitzer-Ehepaar erleidet einen Schock

Das betroffene und unter Schock stehende Ehepaar wurde durch den Rettungsdienst und Notarzt betreut. Diverse Retter, die Aufgrund der gemeldeten Lage nach Werne alarmiert wurden, konnten wieder umkehren.

In Rücksprache mit dem Ordnungsamt wurde die Einsatzstelle großräumig abgesperrt und an Angehörige der Eigentümer übergeben. Ein Flüssiggastank wurde sicherheitshalber von der Versorgung abgeklemmt. Der Grund für den Einsturz ist ungeklärt.

Grund für Einsturz noch ungeklärt – Hund lebt vermutlich nicht mehr

In Werne-Holthausen stürzte am Knappweg der Dachstuhl eines alten Hofes ein. © Wilco Ruhland

Am Einsatz beteiligt waren 35 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werne, der Rettungsdienst aus Werne und Kamen, Die Rettungshubschrauber Besatzung vom Christoph 8 aus Lünen, der Notarzt aus Werne, der Kran der Berufsfeuerwehr Dortmund, der Energieversorger Gas und Wasser, das Ordnungsamt der Stadt Werne sowie die Polizei.

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