Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Fokus liegt auf der Ausbildung

20.06.2007

Werne Eine Ausbildungsinitiative startet die Klingele Papierwerke GmbH an ihrem Standort in Werne: Sie stellt zum 1. August sieben Azubis ein - so viele wie nie zuvor.

Das geschieht nicht allein aus uneigennützigen Überlegungen. Vielmehr ist das Werner Unternehmen mit 189 Beschäftigten darauf angewiesen, sich selbst Fachpersonal heranzuziehen. «Der Markt gibt das nicht her», sagte gestern Klingele-Geschäftsführer Ekkehard Dürr gegenüber unserer Zeitung, «dazu ist die Ausbildung zu unternehmensspezifisch ausgerichtet.»

Für die künftigen Jung-Mitarbeiter ein angenehmer Nebeneffekt: Sie sind gefragt. «Wir haben uns zum Ziel gesetzt, alle Ausbildenden nach drei Jahren zu übernehmen», betonte der Chef des Werner Werkes, der selbst 1984 bei Klingele als Lehrling angefangen hat.

Treue zur Firma

Die Arbeitsplätze bei Klingele sind offenbar nicht nur sicher, sondern auch beliebt: Von den 24 Verpackungsmittelmechanikern, die seit 1983 ausgebildet worden sind, arbeiten bis heute 22 bei dem renommierten Unternehmen. Zwei sind laut Dürr auf eigenen Wunsch gegangen.

Die neuen Azubis stammen aus Werne, Hamm und Bönen. Kristina Breer, Anna Gina Dewinski, Frederik Nordmann und Nora Schulze-Steinen wollen Industriekaufleute, Reinhold Schaber, Felix Seifert und Philip Wiesner Verpackungsmittelmechaniker werden. Eigentlich beabsichtigte das Unternehmen, einen weiteren Verpackungsmittelmechaniker-Azubi einstellen, doch es fand sich keiner.

Dürr wies deshalb mit Nachdruck auf die Möglichkeit hin, dass junge Menschen Berufspraktika bei ihm machen können. Für eine spätere Anstellung würden zwar gute Noten in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern gern gesehen, aber «wir haben auch schon Praktikanten eingestellt, die wir von ihren Noten her eigentlich nicht genommen hätten.»

Studium in Stuttgart

Welch hohen Stellenwert das Papierwerk der Aus- und Weiterbildung beimisst, zeigt ein weiteres Beispiel: Amir Mirsakarimi, der vor zweieinhalb Jahren seine Lehre abschloss, studiert ab 2008 in Stuttgart Verpackungsdesign - auf Kosten Klingeles. kra-

Lesen Sie jetzt