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Firma Icopal baut neuen Bürotrakt

WERNE Das Legostein-Prinzip funktioniert auch im großen Stil: Der Bitumenbahnen-Hersteller Icopal erweitert seinen Bürotrakt – indem er elf Stahlmodule nebeneinander aufstellt und verschraubt. Im Juli ist das Projekt gestartet, im November soll schon Einzug sein. Die Pläne zur Erweiterung schon seit 1993. Aber damals kamen andere Ereignisse dazwischen.

von Von Daniel Claeßen

, 08.10.2008

Es entsteht ein mehr als 400 Quadratmeter großer Komplex, der zukünftig die PR- und Werbeabteilung sowie die Anwendungstechnik der Firma im Nordlippepark beherbergen soll. „Der Zeitplan ist eng“, so Franz Zengler, Leiter der Anwendungstechnik. „Im November wollen wir einziehen.“

Dabei ist das Projekt de facto erst im Juli gestartet. „Die Idee existiert schon seit 1993“, weiß Zengler. „Aber dann kam die Osterweiterung, außerdem eine gute Auftragslage im Westen. Da brauchten wir die alten Büroräume noch.“ Also landete der Plan erstmal in der Ablage – mit der Folge, dass der Bürotrakt als Provisorium betrachtet wurde. 15 Jahre lang. „Natürlich hat da niemand was investiert“, erinnert sich Zengler an undichte Fenster und eigenwillige Heizungen. „Da gab es nur zwei Einstellungen: Ein und Aus.“

Die Situation änderte sich, als Wernes Geschäftsführer Niels Graae im Januar 2008 dem Gesamtvorstand des dänischen Konzerns ein Investitionspapier vorlegte. „Das haben die dann auch tatsächlich unterzeichnet“, freut sich Zengler noch heute. Eine halbe Million Euro machte Icopal für den Neubau locker. „Wobei der Abriss des alten Traktes rund zehn Prozent der Neubausumme verschlungen hat.“ Zengler sieht den Neubau vor allem als Verdienst von Graae an: „Er hat sich dafür engagiert und war wirklich glücklich, als es endlich losging.“

Für die Zeit des Umbaus zogen die Mitarbeiter in den kleinen Bürotrakt innerhalb der Produktionshallen. „Das war mit das schwierigste, die alle irgendwo unterzubringen“, sagt Zengler, der laut Unternehmenssprecherin Katja Neumann „auf der Baustelle den Hut aufhat“. Elf Module, jeweils vier Meter lang und 10,5 Meter breit, wurden angeliefert – „selbst die Toilettenräume waren schon fertig“. Im Innern entstehen Büros für 15 bis 20 Mitarbeiter. Die Durchschnittsgröße der Räume liegt bei 16,4 Quadratmetern, dank des „Baukasten“-Systems können die Wände jedoch beinahe nach Belieben versetzt werden. Der Neubau erhält eine Dämmschicht von 20 Zentimetern Dicke. Eine Investition für die Zukunft: „Das ist 30 bis 40 Prozent mehr als der in Deutschland übliche Standard.“

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