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FDP Werne schlägt Blitzmarathon-ähnliche Kontrollen vor

200 Euro Bußgeld für Hundehaufen

Die 200 Euro Bußgeld für nicht entfernte Hundehaufen sind beschlossene Sache – so weit so gut. Aber wie erwischt man Hundehalter auf frischer Tat? Die FDP Werne, die das zweithöchste Bußgeld in ganz NRW vorgeschlagen hatte, hat nun auch eine Idee für die Durchsetzung: Mammut-Kontrollen – ähnlich wie beim Blitzmarathon der Polizei.

Werne

, 08.03.2018
FDP Werne schlägt Blitzmarathon-ähnliche Kontrollen vor

Werne verlangt künftig für nicht entfernte Hundehaufen 200 Euro Bußgeld. © dpa

Wer seinen Hund auf öffentlichen Flächen das große Geschäfts verrichten lässt, aber anschließend den Haufen nicht entfernt, wird künftig mit 200 Euro zur Kasse gebeten.

„Die Höhe passt in keine Skalierung zu anderen Ordnungsmaßnahmen“, fand Grünen-Sprecher Benedikt Striepens am Mittwoch im Werner Stadtrat. „Wir könnten ja auch sagen: Aufkleber auf Schildern gefallen uns nicht, da nehmen wir künftig 300 Euro Bußgeld.“

Rat mehrheitlich gegen kostenlose Beutel-Ausgabe

Wegen dieser „Unverhältnismäßigkeit“ stimmten die Grünen gegen den FDP-Antrag, den Fraktionschefin Claudia Lange als „Abschreckung“ verstanden haben will, wie sie am Mittwoch erneut betonte.

Dass sich die Mehrheit des Rates gegen die kostenlose Ausgabe von Hundekotbeuteln in der Stadt aussprach, bedauerte sie: „Wir glauben schon, dass dadurch mehr Hundehalter animiert worden wären, die Haufen auch tatsächlich wegzumachen.“

Blitzmarathon: „Warum keine konzentrierten Kontroll-Aktionen?“

Auf die Frage nach der Durchsetzungsmöglichkeit eines solchen Bußgeldes nannte die Liberale den „Blitzmarathon“ als Beispiel: „Warum nicht solche konzentrierten Aktionen auch für dieses Thema?“

Die CDU stimmte dem Antrag grundsätzlich zu, ihr Sprecher Willi Jasperneite forderte aber ein „Vorgehen mit Augenmaß“, gerade bei Touristen: „Wie wollen wir jemandem, der nicht von hier kommt, erklären, dass er im Zweifel viel Geld bezahlen muss?“ Es sei ja schon schwierig genug, das Parksystem mit der kostenlosen Drei-Stunden-Regelung auf Schildern zu erläutern.

Werne NRW-weit auf Platz zwei der höchsten Bußgelder

Mit den beschlossenen 200 Euro katapultiert sich Werne gleich nach Köln (500 Euro) auf Platz zwei der höchsten Bußgelder für Hundehaufen in NRW. Dass ein verhältnismäßig kleines Thema nun so aufgebauscht würde, ärgerte SPD-Fraktionschef Lars Hübchen: „Allein auf der heutigen Tagesordnung stehen eine Menge Punkte, die für Werne wesentlich wichtiger sind.“

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