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Anwalt: "Mieter lässt sich nichts zuschulden kommen"

WERNE Der Streit zwischen dem Besitzer einer Ferienwohnung im Wiehagen, Engelbert Reinecke, und seinem Mieter Herrn L. hat bereits hohe Wellen geschlagen. Jetzt hat sein Anwalt gegenüber unserer Zeitung Stellung bezogen.

von Von Daniel Claeßen

, 01.10.2008
Anwalt: "Mieter lässt sich nichts zuschulden kommen"

Engelbert Reinecke ist der Vermieter.

Derweil diskutierten in der Stadt die Eigentümer von Ferienwohnungen ein Frühwarnsystem, das Amtsgericht Lünen beschäftigte sich ebenfalls mit dem Fall. Bisher hat Herr L. selbst dazu geschwiegen. Und das tut er auch weiterhin. Sein Anwalt Klaus Uphoff hingegen wird deutlich: "Die öffentlichen Diffamierungen des Herrn Reinecke gegen unseren Mandanten nehmen wir nicht länger hin", ließ der Jurist verlauten. Herr L. habe sich nichts zu Schulden kommen lassen. "Es gibt keinen Grund, ihn so niederzumachen." Miete pünktlich bezahlt So werde die Miete pünktlich bis zum zehnten eines jeden Monats überwiesen. "Und wie jemand in seiner Wohnung lebt, bleibt dem Mieter selbst überlassen." Vorwürfe, Herr L. würde die Wohnung vermüllen, wies Uphoff zurück: "Er ist schwer gehbehindert, deshalb rennt er nicht für jeden Karton zum Container." Der Anwalt habe die Wohnung in Augenschein genommen. "So schlimm, wie es Herr Reinecke schildert, sieht es dort nicht aus." Vielmehr sei es so, dass die Lebensweise seines Mandanten "dem Vermieter offensichtlich nicht passt".

Selbstjustiz Dass Herr Reinecke den Mieter am Wochenende aussperrte, füge sich nahtlos in dieses Bild ein: "Das war Selbstjustiz. Das Urteil war noch nicht rechtskräftig, weshalb Herr L. nach wie vor Anspruch auf die Wohnung hat." Man habe in Deutschland eine Rechtsordnung, "und an die hat sich Herr Reinecke gefälligst auch zu halten", so Uphoff.

Mit einem neuen Urteil nach dem Einspruch des Anwalts sei erst im November zu rechnen. "Und dann ist Herr L. gemäß der Vereinbarung, die er auch vor Gericht beteuert hat, bereits längst ausgezogen."

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