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Angeklagte sollen aus Eifersucht getötet haben

Mord mit Bierflasche im Bochumer Trinkermilieu

Mit einem Stein und einer Bieflasche sollen die beiden brutalen Angreifer einen Bekannten im Bochumer Alkoholikermilieu erschlagen haben. Das Tatmotiv: Eifersucht wegen einer Beziehung mit der Exfreundin.

Bochum

von Jörn Hartwich

, 04.06.2018
Angeklagte sollen aus Eifersucht getötet haben

Michael Emde und Egbert Schenkel verteidigen die beiden Angeklagten. © Jörn Hartwich

Es war der 6. Januar 2018, als das Drama begann. Die 38 und 43 Jahre alten Angeklagten sollen mit unfassbarer Brutalität über ihr Opfer hergefallen sein. Der 39-Jährige wurde geschlagen und getreten – vor den Kopf, den Hals, die Brust und den Bauch. Dabei sollen auch eine Bierflasche und ein Stein (Durchmesser sechs Zentimeter) zum Einsatz gekommen sein. Es heißt, der Boden der Bierflasche habe sichtbare Abdrücke auf dem Oberkörper des Opfers hinterlassen.

Der 39-Jährige hatte keine Chance. Lunge, Milz, Kehlkopf und mehr: Die Verletzungen waren so massiv, dass er noch am Tatort (der Wohnung eines der Angeklagten) verstorben war. Die Todesursache: Verbluten nach innen und außen.

Angeklagte schweigen

Hintergrund der unfassbaren Tat, die sich im Bochumer Alkoholiker-Milieu abgespielt hat, soll rasende Eifersucht gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der ältere der beiden Angeklagten den 39-Jährigen ermorden wollte, weil der mit seiner Ex-Freundin eine Beziehung eingegangen war. „Er war nicht bereit, das zu akzeptieren“, heißt es in der Anklage. Die Tat sei „verachtenswert“ und stehe „nach allgemeiner sittlicher Wertung auf tiefster Stufe“.

Zum Prozessauftakt vor dem Bochumer Schwurgericht haben sich die beiden Angeklagten weder zu den Vorwürfen noch zu ihrem Lebenslauf geäußert. Sie waren auch nicht bereit, sich fotografieren oder filmen zu lassen. Ein Wunsch, der ihnen vom Bochumer Schwurgericht gewährt wurde.

Der ältere der Angeklagten muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten, der jüngere wegen Totschlags. Mit einem Urteil ist voraussichtlich erst Ende August zu rechnen.