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Letzter Akt für den Werner SC

Fußball Landesliga 4

Für den Werner SC geht es gegen Borussia Emsdetten am Sonntag, 27. Mai, in der Landesliga ums Überleben. Wir haben einmal zusammengetragen, was für den Klassenerhalt des WSC spricht und was dagegen.

Werne

, 25.05.2018
Letzter Akt für den Werner SC

Ob Joel Simon (l.) am Sonntag gegen Emsdetten auflaufen kann, ist fraglich. © Marcel Witte

Drei Jahre lang ist der Werner SC als Dritter der Bezirksliga knapp am Aufstieg gescheitert. Im Vorjahr hat es endlich geklappt. Doch bereits am Sonntag könnte das Abenteuer Landesliga bereits wieder vorbei sein.

Im Heimspiel gegen Meister Borussia Emsdetten (15 Uhr, Kardinal-von-Galen-Straße, Werne) muss ein Sieg her. Zudem muss die Konkurrenz Schützenhilfe leisten, damit das Team von Trainer Lars Müller den Klassenerhalt doch noch schafft. Es gibt einige Gründe, die dafür sprechen, aber auch ein paar dagegen.

Das spricht für den WSC:

Für die Müller-Elf spricht auf jeden Fall, dass der WSC in dieser Saison nach Rückschlägen schon mehrmals beeindruckend zurückgekommen ist. Auf ein 2:3 bei Dorsten-Hardt folgte ein 3:1 gegen den Tabellenzweiten aus Mesum. Stark war auch die Reaktion nach dem 1:4 in Borken mit dem glatten 3:0 gegen Senden.

Zwar ist die Aufgabe gegen Emsdetten zweifellos nicht nur auf dem Papier, sondern auch auf dem Platz ein harter Brocken. Die Dominanz der Hinrunde (38 Punkte) zeigte die Borussia aber in der Rückserie bei aktuell 26 Zählern nicht mehr.

Die Formkurve bei den Gästen aus Emsdetten zeigte zuletzt nach unten. Zuletzt blieb die Borussia zweimal nacheinander sieglos und spielte nur 1:1 gegen Borken. Laut Emstdetten-Coach Roland Westers war das die „schlechteste Saisonleistung“.

Beim unglücklichen 1:2 im Hinspiel hat der WSC nachgewiesen, dass er mit dem designierten Westfalenligisten mithalten kann. Mehr als Schulterklopfer gab es dafür zwar nicht, doch die Chancen, aus Emsdetten etwas mitzunehmen, waren absolut da.

Das spricht gegen den WSC:

Eine schwere Hypothek ist vor allem die – selbst eingebrockte – Ausgangssituation. Wenn Burgsteinfurt zuhause auch nur einen Punkt gegen Coesfeld holt, wäre ein Sieg für den WSC bereits Pflicht.

Die Emsdettener haben eine enorm starke Offensive. Alleine Jan Kortevoß (24), Karl Hoffmann (14) und Marco Pereira Ferreira (14) kommen auf 52 Treffer. Werne fehlt ein solcher Knipser: Dominik Hennes traf mit zehn Mal am häufigsten.

Zwischen Burgsteinfurts Trainer Christoph Klein-Reesink und Emsdettens Coach Roland Westers besteht seit 25 Jahren eine Freundschaft. Er will alles versuchen, seinem Kumpel zu helfen: „Ich kann das nicht anders verantworten. Es werden am Sonntag die gleichen Leute spielen, als wenn es für uns noch um die Meisterschaft ginge“, kündigt er seine bestmögliche Elf an. Außerdem wolle die Borussia „den Turnaround“ schaffen.

Emsdetten möchte vor dem Kreispokalfinale gegen den SuS Neuenkirchen die Spannung hochhalten. Die Partie gegen den Westfalenligisten und Gegner in der neuen Saison soll zudem zeigen, ob die Borussia dort konkurrenzfähig ist.

Das sagen die Trainer:

Lars Müller (WSC): „Es geht bei uns mehr um den Kopf. Körperlich und spielerisch haben wir es drauf. Nur müssen wir das in der Drucksituation umsetzen. Emsdetten wird uns nichts schenken. Im Hinspiel und auch gegen andere Top-Teams haben wir gut ausgesehen. Das macht Mut.“

Roland Westers (Emsdetten): „Ich erwarte deutlich mehr Engagement und Passsicherheit von meinem Team. Für Werne ist es die letzte Chance. Sie werden um ihr Leben rennen und in jeden Zweikampf fliegen. Unser Ziel ist es, von Anfang an das Kommando zu übernehmen“.

Das Personal:

...beim Werner SC: Joel Simon (Achillessehne) und Niklas Link (Sprunggelenk) sind aktuell noch Wackelkandidaten. Müller geht aber davon aus, dass beide einsatzbereit sein werden.

...bei Emsdetten:

Dem Meister fehlt Stammkeeper Nils Wiedenhöft (Fingerbruch). Der Einsatz von Max Hermeling (Knöchel) ist fraglich.

Anpfiff: Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz Lindert, Kardinal-von-Galen Straße, 59368 Werne