Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Diese Leistungen dürfen Krankenkassen fördern

Krankenkassen dürfen Fitnessstudios nicht bezahlen

Wer sich in einem Fitnessstudio anmeldet und hofft, dass die Krankenkasse den monatlichen Mitgliedsbeitrag bezahlt, wird enttäuscht. Denn Krankenkassen dürfen keine Mitgliedsbeiträge bezahlen. Wir verraten, wieso das so ist

NRW

, 27.05.2018
Diese Leistungen dürfen Krankenkassen fördern

Diese Leistungen fördern Krankenkassen. © dpa

Im bundesweiten Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes steht: „Die Übernahme bzw. Bezuschussung von Mitgliedschaften in Sportvereinen, Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen sowie die Gewährung finanzieller Anreize nach § 20 SGB V hierzu ist nicht zulässig.“

Krankenkassen dürfen nur befristete Maßnahmen fördern. Ein Dauerangebot – zum Beispiel die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio – darf nicht finanziert werden.

Die Übersicht zeigt, welche Kassen was leisten:

Techniker Krankenkasse (TK):

Auf der Internetseite der Techniker Krankenkasse steht ausdrücklich, dass Mitgliedsbeiträge für Fitnessstudios nicht übernommen werden. Kurse bezuschusst die Krankenkasse nur, „wenn zusätzlich zum Mitgliedsbeitrag eine separate Kursgebühr gezahlt werden muss und der Kurs den Qualitätsrichtlinien der Zentralen Prüfstelle Prävention entspricht.“

Barmer Ersatzkasse:

Die Krankenkasse schreibt auf ihrer Homepage: „Die Bezuschussung einer Mitgliedschaft im Fitnessstudio kann grundsätzlich nicht erfolgen. Diese fällt in den Verantwortungsbereich jedes Einzelnen.“ Nur über das Bonusprogramm kann der Versicherte andere sportliche Aktivitäten geltend machen und Geld zurück bekommen.

BIG:

Auch die BIG übernimmt nicht die monatlichen Beiträge in einem Fitnessstudio. Ihre Versicherten können über das Bonusprogramm einmal jährlich 50 Euro bekommen, wenn sie nachweisen können, dass sie in einem „qualifizierten Fitnessstudio“ trainieren.

AOK:

Auch die AOK hält sich an die Regeln des Leitfadens Prävention. Die AOK Nordwest bietet für ihre Versicherten Kurse in „qualifizierten Fitnessstudios“ an.

Ein „qualifiziertes Fitnessstudio“ hat von der Zentrale Prüfungsstelle Prävention das Siegel „Deutscher Standard Prävention“ erhalten. Nur Studios, die Kurse zum Thema Bewegung, Ernährung, Stressreduktion/Entspannung und Suchtmittelkonsum anbieten, können dieses Siegel erhalten.

Die TK, Barmer, DAK-Gesundheit, KKH, hkk, HEK, AOK, IKK, BIG und Knappschaft erkennen das Siegel an.

Lesen Sie jetzt