Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Der dreifache Stadtmeister Tim Schmidt schnupperte schon Regionalliga-Luft

Tennis

Er holte bei den Stadtmeisterschaften die Maximalausbeute mit den Titeln im Einzel, Doppel und Mixed. Dabei investiert Tim Schmidt (19) derzeit gar nicht so viel in den Sport, wie man meinen könnte.

Schwerte

, 25.05.2018
Der dreifache Stadtmeister Tim Schmidt schnupperte schon Regionalliga-Luft

Tim Schmidt war bei den Tennis-Titelkämpfen in Ergste nicht zu stoppen. Im Herren-A-Finale besiegte der 19-Jährige seinen Gegner Oliver Manz mit einem glatten Zweisatzsieg. Es war nicht der einzige Stadtmeistertitel für den Spieler des TSC Hansa Dortmund. © Paulitschke

75 Minuten – länger dauerte der Endspielauftritt des Tim Schmidt am Pfingstsonntag nicht. Mit dem glatten Zweisatzsieg (6:2, 6:2) gegen Oliver Manz war das Herren-A-Finale der 47. Tennis-Stadtmeisterschaften auf der Anlage der SG Eintracht Ergste viel eindeutiger verlaufen, als man das im Vorfeld erwarten konnte.

Drehen wir die Uhr um ein Jahr zurück. Auch bei den Titelkämpfen 2017 an der Rettelmühle in Westhofen hatten sich Schmidt und Manz im Finale gegenüber gestanden. Damals hatte Schmidt seinem 13 Jahre älteren Konkurrenten noch zum Sieg gratulieren müssen. Im Endspiel vor knapp einer Woche an der Elsetalstraße zeigte der 19-Jährige, dass er sich in dem einen Jahr in allen Bereichen verbessert hat. Schmidt war der Spieler, der der Partie von Beginn an mit seinen ebenso druckvollen wie präzisen Schlägen seinen Stempel aufdrückte.

Zudem wollte Schmidt unbedingt gewinnen, wie er anschließend verriet – ein Vorhaben, das der Rechtshänder eindrucksvoll in die Tat umsetzen konnte. Denn nach dem „Vize-Triple“ 2017 heimste Schmidt neben dem „Königsklassen“-Einzeltitel gemeinsam mit Manz auch die Schwerter Stadtmeisterschaft im Doppel A sowie zum Abschluss der Titelkämpfe an der Seite von Amelie Prause auch noch den Mixed-A-Titel ein – besser hätte das Pfingst-Wochenende für Tim Schmidt gar nicht laufen können.

Ausbildung hat Vorrang

Dabei betreibt der 19-Jährige seinen Sport gar nicht so intensiv, wie man das vielleicht vermuten könnte. „Mehr als einmal pro Woche ist es momentan nicht“, erzählt Schmidt, der eine Ausbildung im Versicherungs- und Finanzwesen begonnen hat. Dazu gibt er selbst Trainerstunden – und ein bisschen Privatleben ohne Tennisschläger muss auch noch drin sein.

Um Meisterschaftspunkte spielt Tim Schmidt für den TSC Hansa Dortmund. In der zweiten Mannschaft der Dortmunder spielt Schmidt in der Verbandsliga normalerweise an Position eins. Zu Saisonbeginn aber durfte er sogar in der „Ersten“ in der Regionalliga ran – die vorläufig größte sportliche Herausforderung in der Tim Schmidts Karriere. Mit 2:6, 0:6 hat er verloren. „Ich habe richtig Lehrgeld bezahlt“ erinnert er sich, „das ist vom Niveau her schon ein Riesenunterschied.“ Überrascht hat ihn das nicht – auf der anderen Netzseite stand immerhin die Nummer 160 der aktuellen deutschen Rangliste.

Letztlich bestärke ihn dieses Match sogar darin, künftig wieder mehr in sein Tennisspiel zu investieren, sagt Schmidt. „Man sieht einfach, was geht, wenn man das Ganze ein bisschen professioneller betreibt“, sagt er.

Bald in der Westfalenliga?

Wozu es dann reicht? Realistisch betrachtet, müsse man von einem Abstieg der ersten Mannschaft aus der Regionalliga ausgehen, sagt Schmidt und denkt dann schon ans Jahr 2019. Dann wäre die Westfalenliga die Spielklasse für das Hansa-Team – vielleicht ja dann mit Tim Schmidt. Und wenn es die Zeit erlaubt, ist an Pfingsten bestimmt auch wieder ein Abstecher zu den Schwerter Stadtmeisterschaften drin.