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Was die mögliche Unitymedia-Übernahme für Nordkirchen bedeutet

Internetanbieter in Nordkirchen

Der Internet- und Mobilfunkanbieter Vodafone will den Kabelnetzbetreiber Unitymedia übernehmen. Damit würde Vodafone in absehbarer Zeit auch das Nordkirchener Glasfasernetz gehören. Wir erklären, welche Auswirkungen die geplante Übernahme für Nordkirchener Unitymediakunden hat.

Nordkirchen

, 17.05.2018
Was die mögliche Unitymedia-Übernahme für Nordkirchen bedeutet

Wo Unitymedia draufsteht – wie auf diesem Werbeplakat, mit dem das Unternehmen vor genau einem Jahr am Nordkirchener Ortseingang Werbung machte –, ist vorerst nicht Vodafone drin. Das könnte sich aber auch in Nordkirchen mittelfristig ändern. © Foto: Karim Laouari

Ist die Übernahme schon sicher?


Nein. Auf Anfrage erklärt Helge Buchheister, Pressesprecher von Unitymedia: „Beide Unternehmen haben zwar eine Vereinbarung über den Verkauf geschlossen, dieser Vertrag muss aber erst noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Erst wenn diese Genehmigung erteilt wurde, können die Unternehmen den nächsten Schritt gehen und mit der Bildung eines neuen, kombinierten Unternehmens beginnen.“

Werden sich die Pläne kurzfristig auf den Glasfaserausbau in Nordkirchen auswirken?


Aus dem oben genannten Grund ändere sich laut Helge Buchheister „für Mitarbeiter, Kunden und Partner von Unitymedia zunächst nichts“. Bis die Übernahme abgeschlossen sei, handele Unitymedia weiter als eigenständiger Wettbewerber auf dem deutschen Markt handeln. „Die zwischen unserem Mutterkonzern Liberty Global und Vodafone getroffene Verkaufsvereinbarung führt bis auf Weiteres zu keinen Veränderungen für die von unseren Kunden genutzten Produkte und Services. Das Vertragsverhältnis bleibt weiterhin bestehen“, erklärt der Pressesprecher in der schriftlichen Stellungnahme weiter.

Wie weit ist der Glasfaserausbau in der Gemeinde fortgeschritten?


Am Donnerstag waren in der Gemeinde exakt 102 Haushalte und Gewerbetreibende an das Glasfasernetz angeschlossen, sagt Manuel Lachmann, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Nordkirchen auf Anfrage, davon 41 in Nordkirchen, 10 in Südkirchen und 51 in Capelle. Insgesamt habe Unitymedia bislang in der gesamten Gemeinde 1400 Verträge abgeschlossen.

„Das Gewerbegebiet Aspastraße in Nordkirchen wurde beim Ausbau priorisiert, weil dort der Bedarf am größten war“, erklärt Manuel Lachmann. Doch auch dort seien noch nicht alle Unternehmen angeschlossen. Das Gewerbegebiet in Capelle müssen noch an das Hauptsignal angeschlossen werden. Das sei in Südkirchen bereits geschehen, sagt der Wirtschaftsförderer.

Warum sind manche Haushalte bereits angeschlossen, deren Nachbarn aber noch nicht?


„Leider ist es kein einzelner Schalter, der umgelegt wird“, sagt Manuel Lachmann. Stattdessen seien für den kompletten Anschluss fünf Schritte nötig. Zuerst verlegt das Tiefbauunternehmen das Leerrohr auf dem Grundstück. Dann wird die Glasfaser eingeblasen. Im nächsten Schritt wird der Hausanschluss gelegt und anschließend das Signal geprüft. Im letzten Schritt komme dann die Installation des Hausanschlusses, so Manuel Lachmann. Weil dazu mehrere Termine vereinbart werden müssten, dauere der komplette Anschluss bei dem einen länger als bei dem anderen.

Wie sieht die Vermarktungsquote in der Gemeinde aktuell aus?


Wie der Wirtschaftsförderer sagt, haben in Capelle aktuell 65 Prozent der Haushalte Verträge abgeschlossen, in Nordkirchen sind es 45 Prozent und in Südkirchen 40 Prozent aller Haushalte.
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