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Anna-Jo Stodt gewinnt vor 25.000 Zuschauern

Reiterin aus Obercastrop beim Hamburger Springderby

Die Obercastroperin Anna-Jo Stodt siegte am Wochenende vor 25.000 Zuschauern beim Hamburger Springderby in Klein-Flottbek. Dabei übertrumpfte sie sogar die Tochter eines Schauspielers, obwohl diese einen enormen Vorteil hatte.

von Laurent Ruttkowski

Obercastrop

, 16.05.2018
Anna-Jo Stodt gewinnt vor 25.000 Zuschauern

Anna-Jo Stodt hat das Spring-Derby vor 25.000 Zuschauern in Hamburg gewonnen. © Stefan Lafrentz

Anna-Jo Stodt (RG Obercastrop) ist am vergangenen Wochenende beim Hamburger Springderby über das eigene Ziel hinausgesprungen. Wie im Vorjahr sicherte sich die Reiterin einen Titel in der Gemarkung Klein-Flottbek. Vereinskollege Leo Büscher wurde Neunter.

Bei dem mit 25.000 Zuschauern ausverkauften Spring-Derby, dem Höhepunkt des Turniers, landete Anna-Jo Stodt am letzten Turniertag einen Coup: Mit einem fehlerfreien Ritt und einer Zeit von 59,58 Sekunden gewann Stodt die Small-Tour am Sonntag.

Tochter des Schauspielers Til Schweigers übertroffen

Stodts Ziel vor dem Wettbewerb war es „einen guten Start in die Saison zu haben und mich durch einen fehlerfreien Ritt für das Finale in Leipzig zu qualifizieren.“ Unter Druck geriet Stodt als Luna Marie Schweiger, Tochter von Schauspieler und Filmproduzent Til Schweiger, der erste fehlerfreie Lauf gelang.

Im direkten Anschluss jedoch bewies Stodt all ihre Coolness, übertraf in einem fehlerfreien Lauf ihre Konkurrentin um zehn Sekunden und sicherte sich den ersten Platz. „Das hat mich zusätzlich unter Druck gesetzt, ich hätte nicht gedacht, dass ich besser sein könnte als sie, denn sie war zusätzlich auch noch schnell“, lässt die Castrop-Rauxlerin in ihre Gefühlswelt einblicken.

Stodt kann sich auf ihr Pferd immer verlassen

Großen Dank für diesen Erfolg gewährt Stodt ihrem Pferd „Gaja“, ein holländisches Warmblut. Schließlich mussten die beiden bekannten Hindernisse wie das „Pulvermanns Grab“ überqueren, bei dem es sich um einen zwei Meter breiten Wassergraben mit je einem Steilsprung davor und dahinter handelt. Die Wirtschafts-Studentin erklärt: „Mein Partner gibt immer einhundert Prozent, ich kann mich immer auf ihn verlassen, was nicht selbstverständlich ist.“

An den vorherigen Turniertagen konnte die 19-Jährige am Donnerstag und Samstag durch jeweils zwei Fehler keine Platzierung erreichen. Laut Stodt sei es „einfach total ärgerlich, wenn beim Anspringen alles klappt und in dem Moment, wo es drauf ankommt, nicht so gut läuft, wie man es sich erhofft hat, weil man im Parcours zu nervös ist“.

Anna-Jo Stodt gewinnt vor 25.000 Zuschauern

Leo Büscher (l.) und Anna-Jo Stodt nahmen am Hamburger Springderby teil.

Vereinskamerad Leo Büscher hat die RG Obercastrop ebenfalls beim Hamburger Spring-Derby vertreten. Mit seinem Oldenburger Springpferd, welches den Namen „Stakko‘ Blue“ trägt, nahm Büscher an der Large-Tour teil. Am Donnerstag unterliefen ihm zwei Fehler, und am Samstag „riss“ er einmal, weshalb er keine Platzierung erlangte. Beim anspruchsvollen Spring-Derby am Sonntag konnte der 20-Jährige sich dennoch die neunte Platzierung sichern. Besonders angetan hat ihm das Publikum: „Alles ist sehr groß, es ist ein schönes Gefühl, vor so einer Kulisse zu springen.“

Für Stodt und Büscher war das Hamburger Spring-Derby eine von fünf Turnier-Möglichkeiten, um sich für das Finale im Kampf um die „Spooks Amateur Trophy“ in Leipzig (17.-20. Januar 2019) zu qualifizieren. Im Januar dieses Jahres nahm Stodt bereits an dem Turnier in Leipzig teil. Nach dem zweiten Platz in der Qualifikation wurde sie Elfte im Finale. Anna-Jo Stodt hat ein Ziel vor Augen: „Ich war zufrieden mit der Finalteilnahme, aber nächstes Jahr möchte ich auf jeden Fall versuchen vorne dabei zu sein.“

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