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Unions neuer Sportchef Oliver Ruhnert will Offensive

Beim Umbau der sportlichen Führung setzt Union Berlin auf eine Beförderung. Der bisherige Chefscout Oliver Ruhnert rückt in den Posten des Geschäftsführers Profifußball. Er kann auf eine zehnjährige Erfahrung bei Schalke 04 verweisen.

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Berlin

, 15.05.2018
Unions neuer Sportchef Oliver Ruhnert will Offensive

Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball beim 1. FC Union Berlin (l). Foto: Britta Pedersen

Der neue Sportchef beim 1. FC Union Berlin setzt auf Angriff. Mit klaren Vorstellungen einer Spielidee startete Oliver Ruhnert in seinen ersten Arbeitstag in anderer Funktion beim Fußball-Zweitligisten. „Ich stelle mir vor, dass wir nach vorn und offensiv spielen. Nicht blind nach vorn, aber wir möchten eine offensiv ausgerichtete Mannschaft haben“, sagte der 46 Jahre alte bisherige Chefscout nach seiner Beförderung zum Geschäftsführer Profifußball. „Wir wollen die Leute mitnehmen. Union besitzt ein unglaubliches Publikum.“

Ruhnert war seit August 2017 Chefscout des 1. FC Union. Nun soll der Iserlohner es auf der neu gestalteten Position des obersten eisernen Sportchefs besser machen als sein Vorgänger Lutz Munack. Der bisherige Sport-Geschäftsführer ist jetzt nur noch für den Nachwuchs- und Amateurfußball des Klubs zuständig.

Der Verein setzt im Profibereich auf die Kontakte und Erfahrungen Ruhnerts, der zehn Jahre beim FC Schalke 04 tätig war. „Oliver Ruhnert ist für uns kein Neuer. Wir konnten uns davon überzeugen, dass er über ein hervorragendes Netzwerk verfügt“, sagte Union-Präsident Dirk Zingler. „In der Knappenschmiede von Schalke 04 war er für 200 Mitarbeiter zuständig. Er kann Kader zusammenstellen. Deshalb war es für uns eine logische Schlussfolgerung, bekannte Kompetenzen in die neuen Strukturen einzubauen.“

Erste Aufgabe von Ruhnert, der ehrenamtlich für die Partei Die Linke im Rat seiner Heimstadt Iserlohn sitzt, ist die Suche nach einem Nachfolger für André Hofschneider. Der Cheftrainer muss nach der schwachen Rückrunde und Platz acht seinen Posten zum Saisonende räumen. „Wir sondieren die Kandidaten. Es muss ein Trainer sein, der erfolgreich sein wird. Es geht darum, möglichst bald eine Entscheidung zu treffen. Wir nehmen uns aber die Zeit, die wir brauchen“, sagte Ruhnert.

Schon vor der Anstellung als Chefscout sei er von Union begeistert gewesen, seit er im Frühjahr 2017 ein Heimspiel gegen den Karlsruher SC besuchte. „Von der Stimmung, der Atmosphäre und den Leuten war ich total angefixt. Das war für mich ein Riesenkriterium“, sagte Ruhnert. „Ich mag Traditionsvereine und Menschen, die mit ihrem Verein leiden.“ Kommende Saison soll bei Union weniger gelitten werden.