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Auto prallt in Fußgänger, Kinder verletzt

Drei schwer Verletzte nach Autorennen in Essen

Bei illegalen Autorennen werden immer wieder Menschen verletzt oder getötet. Am Wochenende gab es einen schweren Unfall in Essen - und es traf Kinder. War es wieder ein Rennen?

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Essen

, 13.05.2018
Auto prallt in Fußgänger, Kinder verletzt

Bei dem Verkehrsunfall, dem möglicherweise ein illegales Autorennen vorausging, sind in Essen fünf Menschen teils schwer verletzt worden. Zeugen hatten angegeben, dass sich zwei Autos vor dem Unfall ein Rennen geliefert hatten, wie die Polizei mitteilte. © dpa

Bei einem Verkehrsunfall, dem möglicherweise ein illegales Autorennen vorausging, sind in Essen fünf Menschen teils schwer verletzt worden. Darunter waren auch Kinder. Die Polizei prüft, ob bei dem Unfall am Samstagabend Raserei im Spiel war. Zeugen hatten angegeben, dass sich zwei Autofahrer vor dem Unfall ein Rennen geliefert hätten. „Ob es wirklich ein Autorennen war, können wir derzeit noch nicht sagen“, erklärte ein Polizeisprecher in der Nacht auf Sonntag.

Fußgänger warteten an der Ampel

Laut Polizeibericht verlor ein 22-jähriger Fahrer eines schwarzen BMW am frühen Abend in der Essener Innenstadt in einer Kurve aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Auto. Er stieß mit dem Mercedes eines Gleichaltrigen zusammen. Der riss beim Ausweichen einen Ampelmast vor dem Einkaufszentrum Limbecker Platz um und prallte gegen mehrere dort wartende Fußgänger.

Einige hätten noch zur Seite springen können, während andere erfasst worden seien, berichtete die Polizei. Ein Siebenjähriger, eine 21-Jährige und ein 36-Jähriger erlitten schwere Verletzungen. Ob es sich dabei um eine Familie handelt, teilte die Polizei nicht mit. Ein Fünfjähriger und ein 48-Jähriger wurden leicht verletzt.

Ermittlungen sollen Unfallhergang klären

Die zwei Fahrer blieben unverletzt. Ob sie zu schnell unterwegs waren und wie es zu dem Unfall kam, soll ein Sachverständiger klären. Ersten Erkenntnissen zufolge standen sie nicht unter Alkoholeinfluss. Nach einer Vernehmung seien sie entlassen worden, berichtete die Polizei. Sie lassen sich durch Anwälte vertreten und schweigen, heißt es am Sonntag. So sollen sich aber kennen, bestätigt die Polizei.

Bei illegalen Autorennen kommt es immer wieder zu Unfällen, bei denen Unbeteiligte verletzt oder sogar getötet werden. Im vergangenen Herbst hat der Gesetzgeber die Strafen erhöht: Seitdem drohen bis zu zehn Jahre Haft, wenn bei einem Rennen jemand schwer verletzt oder getötet wird.

von dpa