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Kirchenpolitik auf Katholikentag? ZdK kritisiert Bischof

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat mit Unverständnis auf Aussagen des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer reagiert, der sich gegen kirchenpolitische Positionierungen auf dem Katholikentag in Münster ausgesprochen hatte. „Nach meinem Verständnis müssen sich natürlich auch Laien mit den geistigen Fragen auf einem Katholikentag beschäftigen“, sagte ZdK-Generalsekretär Stefan Vesper am Freitag. Er zitierte Papst Franziskus, der die Priester und Bischöfe als eine Minderheit bezeichnet hatte, die der großen Mehrheit der Laien dienen müsse. Das ZdK ist Mitausrichter des 101. Katholikentags.

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Münster

, 11.05.2018
Kirchenpolitik auf Katholikentag? ZdK kritisiert Bischof

Der Katholikentag ist das größte Laientreffen der katholischen Kirche in Deutschland unter dem Motto „Suche Frieden“. Foto: G. Kirchner/dpa

Voderholzer hatte nach Angaben des Bistums Regensburg am Mittwochabend in einer Predigt gesagt, er weise jeden Versuch zurück, den Katholikentag zu nutzen, um Druck in der Debatte um den Kommunionsempfang für evangelische Ehepartner in konfessionsverschiedenen Ehen aufzubauen. Es sei nicht Aufgabe der Laien, laute Forderungen in Fragen der Sakramentenlehre zu erheben.

Konkret geht es darum, ob protestantische Ehepartner im Einzelfall zur katholischen Kommunion gehen dürfen. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hatte den Weg dafür freigemacht - sieben Bischöfe begehrten aber öffentlich dagegen auf und schalteten den Vatikan ein. Rom rief die Bischöfe zuletzt zu einer gemeinsamen Lösung auf.