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EKD-Vize: Evangelisch-katholische Annäherung alternativlos

Die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, hält eine Annäherung von evangelischer und katholischer Kirche für alternativlos. Die Einheit der Kirche sei durch Jesus vorgegeben - „es geht darum, wie wir dieser Einheit entsprechen können“, sagte Kurschus am Donnerstag beim Katholikentag in Münster. Mit Blick auf ein gemeinsames Abendmahl ergänzte sie: „Jesus Christus lädt ein, und wenn der einlädt, sind mit Gewissheit alle eingeladen. Hinter dieses Verständnis können wir als evangelische Christen nicht zurück.“

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Münster

, 10.05.2018
EKD-Vize: Evangelisch-katholische Annäherung alternativlos

Annette Kurschus, stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Foto: Caroline Seidel/Archiv

Bei den Katholiken war zuletzt ein Streit über die Teilnahme von protestantischen Ehepartnern an katholischen Eucharistiefeiern entbrannt. Die Deutsche Bischofskonferenz machte den Weg für solche Einzelfälle im Februar frei - mehrere Bischöfe begehrten allerdings öffentlich dagegen auf und schalteten sogar den Vatikan ein. Rom rief die Bischöfe zuletzt zu einer gemeinsamen Lösung auf.

Kurschus, Präses der Landeskirche von Westfalen, bezeichnete alle Christen und damit auch die Bischöfe als „Schafe des guten Hirten Jesus Christus, dem wir nachfolgen“. Da brauche man „nicht noch einen, der zwischengeschaltet ist“.