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Dreyer hält nichts von Kreuzen in allen Behörden

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) wendet sich gegen das Aufhängen christlicher Kreuze in Landesbehörden. „Wir sind gut beraten, uns immer wieder auf unser Grundgesetz zu besinnen, das Religionsfreiheit sicherstellt“, sagte die Katholikin der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist wichtig, dass diejenigen von uns, die gläubig sind, sich zu unserem Glauben bekennen. Als Staat müssen wir aber auch immer gewahr sein, dass es auch Andersgläubige gibt und Menschen, die nicht glauben, und dass wir die Neutralität wahren.“

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Münster

, 10.05.2018
Dreyer hält nichts von Kreuzen in allen Behörden

Malu Dreyer. Foto: Arne Dedert/Archiv

Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) will Kreuze am Eingang aller Landesbehörden zur Pflicht machen. Das war auch innerhalb der Kirche auf Kritik gestoßen.

Dreyer warnte vor einer Instrumentalisierung: „Ich finde es schade, dass man sich mit Blick auf Bayern nicht des Eindrucks erwehren kann, dass das alles dem Landtagswahlkampf geschuldet ist. So wichtige Symbole wie das Kreuz sind nicht geeignet, zu solchen Zwecken instrumentalisiert zu werden.“ Die Ministerpräsidentin, die dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehört, ist an diesem Samstag beim Katholikentag in Münster zu Gast.

Die SPD-Politikerin sprach sich dafür aus, dass es katholische Priesterinnen geben soll. „Ich wünsche mir, dass es mit der Gleichstellung von Männern und Frauen in der katholischen Kirche etwas schneller vorangeht“, sagte Dreyer. „Die katholische Kirche ist gefordert, da Fortschritte zu machen. Ganz viele Ämter und Dienste werden längst durch Frauen wahrgenommen in der katholischen Kirche. Wir sehen doch auch, wie schwierig es inzwischen mit der Nachfolge von Priestern ist.“

Zuvor hatte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer in der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“ (Mittwoch) die Möglichkeit der Priesterinnenweihe gefordert.