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Computerprognosen sollen bei Einbrecherjagd helfen

Die Polizei will künftig landesweit mit Kriminalitäts-Prognosen auf Einbrecherjagd gehen. Das hat Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags in Düsseldorf angekündigt.

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Düsseldorf

, 03.05.2018
Computerprognosen sollen bei Einbrecherjagd helfen

Herbert Reul. Foto: Federico Gambarini

Die Ermittler nutzen dazu ein Computerprogramm, das auf Basis früherer Straftaten Einbruch-Prognosen für bestimmte Gebiete errechnet. „Es ist keine Wunderwaffe, aber ein Hilfssystem“, sagte Reul. Landesweit soll das Computerprogramm zukünftig in allen 16 Kriminalhauptstellen zum Einsatz kommen.

Die Methode, mit der die Daten ausgewertet werden nennt sich „Predictive Policing“ - zu deutsch: vorausschauende Polizeiarbeit. Der Computer kann durch Algorithmen erkennen, in welchen Gegenden sich Einbruchsserien wiederholen.

Das Programm „Skala“ (System zur Kriminalitätsanalyse und Lageantizipation) wurde in den letzten zwölf Monaten in Polizeibehörden von Düsseldorf, Köln, Essen, Gelsenkirchen, Duisburg und Bonn getestet. Reul sagte, die Software sei ein „wesentlicher Beitrag um die Polizei zu modernisieren.“ Die „Bild“-Zeitung hatte zuerst über die landesweite Einführung berichtet.

Wegen zu geringer Fallzahlen könne die Software aber derzeit nicht in ländlichen Bezirken eingesetzt werden. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Einbrüche in NRW um 25 Prozent. Dies könne aber nicht allein auf Skala zurückgeführt werden, so das Innenministerium auf Anfrage.