Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Horrorszenario auf dem Seitenstreifen der A43

Autofahrer schubst Lkw-Fahrer auf die Autobahn

Erst hat er den Lkw-Fahrer auf der A43 ausgebremst, dann rastete ein 34-Jähriger nach einer Diskussion auf dem Seitenstreifen aus: Er schubste den Lkw-Fahrer auf die Autobahn.

Bochum

24.04.2018
Horrorszenario auf dem Seitenstreifen der A43

Ein Lkw-Fahrer wurde nach einer Diskussion auf die Autobahn geschubst. © dpa

Horrorszenario a mMontagnachmittag auf dem Seitenstreifen der A43 Richtung Wuppertal bei Bochum: Ein 34-jähriger Fahrer eines VW Lupos rastete nach einer Diskussion mit einem Lkw-Fahrer vollkommen aus und stieß ihn in den fahrenden Verkehr.

Der Fahrer des Lkw, ein 51-Jähriger aus Unna, fuhr gegen 15.30 Uhr mit seinem Laster auf dem rechten Fahrstreifen. Vor ihm fuhr, so die Aussage des Unnaraners, ein VW-Lupo mit Bochumer Kennzeichen, mit deutlich langsamerer Geschwindigkeit als sein Lkw.

Jetzt lesen

Plötzlich bremste der Lupo, ohne ersichtlichen Grund, fast bis zum Stillstand ab. Der Unnaraner musste seinen Laster auch abbremsen, um nicht auf den Kleinwagen aufzufahren und hupte.

Dem Lupo-Fahrer gefiel das gar nicht, sodass er dem 51-Jährigen andeutete, dass er auf dem Seitenstreifen anhalten solle. Der Lkw-Fahrer stoppte hinter dem Lupo und beide Fahrer stiegen aus.

34-Jähriger klemmte den Lkw-Fahrer in der Tür ein

Der Lkw-Fahrer konfrontierte den Lupo-Fahrer mit seinem seltsamen Fahrverhalten - und die Situation eskalierte. Der Autofahrer beschimpfte den 51-Jährigen und versuchte ihn hinter den Lkw zu ziehen.

Der 51-Jährige konnte sich zunächst befreien und versuchte, sich vor dem wildgewordenen Autofahrer über die Fahrerseite in sein Führerhaus zu flüchten. Doch der 34-Jährige hinderte den LKW-Fahrer durch das Zudrücken der Fahrertür am Einsteigen und klemmte ihn zwischen Tür und Fahrzeuginnerem ein.

Doch damit nicht genug. Der aggressive Autofahrer zerrte den 51-Jährigen aus dem Führerhaus und vor seinen LKW. Hier stieß er ihn auf den rechten Fahrstreifen. Durch den Stoß strauchelte der Unnaraner und stürzte auf die Fahrbahn in den fließenden Verkehr.

Herner konnte mit seinem Auto gerade noch ausweichen

Ein 38-jähriger Mercedes-Fahrer aus Herne konnte gerade noch rechtzeitig bremsen und auszuweichen, als er den 51-Jährigen auf den Fahrstreifen stürzen sah. Auch er hielt auf dem Seitenstreifen an.

Der 38-Jährige bemerkte die Auseinandersetzung und versuchte zu schlichten, wurde jedoch durch den Lupofahrer ebenfalls beleidigt und bedroht. Auch die Beifahrerin des Lupo-Fahrers, die bis dahin nicht in Erscheinung getreten war, versuchte den Unbekannten zurückzuhalten.

Bevor der Lupo-Fahrer vor Eintreffen der Polizei in seinen Lupo stieg, gab er noch, so die beiden Zeugen, bekannt, dass er Anwalt sei und sich mit Gesetzen auskenne. Danach fuhr er davon.

Polizei konnte den Autofahrer festnehmen

Die Polizei Bochum konnte den Fahrer des Lupos an der Halteradresse in den frühen Morgenstunden ausfindig machen und vorübergehend festnehmen. Der 34-Jährige kam zunächst in das Polizeigewahrsam Bochum, wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aufgrund fehlender Haftgründe wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen hinsichtlich des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sind durch das Verkehrskommissariat in Dortmund übernommen worden.

dpa