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So geht Abstiegskampf

SG Selm schlägt Wacker Mecklenbeck 2:0

Selms Fußballer haben einen immens wichtigen Sieg eingefahren. Den ersten seit dem 12. November 2017. Und er war völlig verdient.

Selm

23.04.2018
So geht Abstiegskampf

Niklas Neumann (r.) erzielte das 2:0 für die Selmer, blieb aber in der zweiten Halbzeit mehrfach aussichtsreich hängen. Hätte Selm die Konter ausgespielt, wäre die Entscheidung viel früher gefallen. © Reith

In Selm gibt es wieder einen Grund zu lachen. Mit einem Schlachtruf und einer Kiste Bier stießen Selms Kreisliga-Kicker am Sonntag nach Spielschluss an – mit 2:0 hatten sie die Partie gegen den Tabellenvierten Wacker Mecklenbeck zugegeben etwas überraschend gewonnen und die Serie von neun sieglosen Spielen beendet.

Doch der Sieg durch die Tore von Tobias Tumbrink und Niklas Neumann war hochverdient. „Das war eine super Teamleistung und darauf können wir aufbauen und so werden wir hundertprozentig auch nicht absteigen“, sagte Innenverteidiger Denis Kodat nach dem Spiel. Selm hängte sich rein, stand defensiv so stabil wie lange nicht und setzte Nadelstiche. Vorwerfen mussten sich die Selmer nur, den berühmten Sack nicht früher zugemacht zu haben.

Von der ersten Minute zeigte die SG, wie Abstiegskampf geht: aggressiv und mit einer großen Portion Wille. Schon nach sechs Minuten hatte es drei heftigere Zusammenstöße gegeben. „Viel Knochen, wenig Ball“, raunte Mecklenbecks Coach Sven Lewandowski. Das stimmte zwar, änderte aber nichts daran, dass Selm präsenter war.

Viele Offensivszenen hatte Selm zunächst nicht. Doch wenn der Ball in Richtung Sechszehner kam, wurde es gefährlich. Niklas Neumann prüfte Torhüter Nils Berding erstmals nach einer Viertelstunde. Die anschließende Ecke köpfte Marius May über das Tor. „Ich war ein bisschen nervös, aber es lief ja alles glatt“, sagte May – er war einer von zwei Debütanten aus der U19. Hinter ihm hütete Nils Böckenbrink das Tor und dirigierte die Abwehr rotzfrech wie ein alter Hase. „Das macht mich total happy. Das war richtig gut“, sagte Trainer Deniz Sahin. Und wenn man dann noch Aladin Said und Stefan Unger aus der zweiten Mannschaft hinzurechnet, standen sogar vier Spieler erstmals in dieser Saison bei der Ersten auf dem Rasen.

Das 1:0 fiel dann nach 27 Minuten. Daniel Ulrich legte ab auf Marcel Dresken, dessen abgefälschter Schuss bei Tobias Tumbrink landete. Der umkurvte Berding – drin! Vier Minuten vor der Pause traf dann auch Neumann. Tumbrinks Zuckerpass nach außen, Neumann gewann das Duell gegen Tim Roesmann und brauchte dann den zweiten Versuch, um mit dem Außenrist zu treffen. Das Tor fiel günstig. Mecklenbeck hatte nämlich viel Ballbesitz, Selm verteidigte aber gut. Und danach war erstmal 20 Minuten Gewitterunterbrechung.

In Hälfte zwei erklärte Selm den Strafraum zur Flugverbotszone: Immer war ein Selmer Bein vor den Mecklenbecker Schüssen. Gefährlich wurde es nur, als ein Freistoß an den Pfosten rauschte (75.). Daniel Ulrich (50.), Stefan Unger (84.) und Fabian Konietzni vergaben danach beste Kontergelegenheiten. Selm war dem 3:0 näher als Wacker dem Anschluss. „Wir müssen es besser ausspielen, die Situationen waren da“, so Sahin. Aber wenn es fast vier Monate dauert bis zum ersten Sieg des Jahres, dann überwiegt erstmal die Erleichterung. Sahin: „Das war ein Selmer Team.“

SG: Böckenbrink - Blecher, Kodat, May, Kämper, David, Dresken, Neumann (90. Said), Mengelkamp (56. Konietzni), Ulrich, Tumbrink (69. Unger)
Tore: 1:0 Tumbrink (27.), 2:0 Neumann (41.)