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Wandern durch Korsikas Geröllwüsten

Bastia (dpa/tmn) - So vielfältig wie die korsische Landschaft ist auch die Auswahl der Wanderwege: Sie reicht von anspruchsvollen Bergtouren auf die mehr als 2000 Meter hohen Gipfel bis hin zu einfachen Spaziergängen in reizvollen Flusstälern.

Felsbrocken liegen auf dem Weg. Irgendwann bleibt den Wanderern nichts anderes übrig, als über sie hinwegzuklettern. Der Pfad am Ende des wildromantischen Restonica-Tals im Landesinneren von Korsika wird immer steiler. Dann geht es nur noch mit Klettern weiter. Stahlseile und eiserne Treppen erleichtern ungeübten Kletterern den Aufstieg über die meterhohen Felsplatten, bevor sie ihr erstes Ziel in rund 1700 Metern Höhe erreichen: den eisblauen Gebirgssee Lac Melo.

Von Korsikas zahlreichen Wanderwegen ist der «GR 20» der wohl bekannteste: Der Weitwanderweg zieht sich von Calenzana im Nordwesten über den Rücken der Insel bis nach Porto Vecchio im Südosten. Der Weg gilt als einer der härtesten Fernwanderwege Frankreichs. Etwas weniger anspruchsvoll sind die drei «Mare a mare»-Routen, auf denen die Insel in Ost-West-Richtung überquert werden kann.

Besonders schön ist Korsika im Frühjahr. Dann blüht die Macchia, die mittelmeertypische Gebüschlandschaft. Ein guter Stützpunkt im Landesinneren ist Corte. Von dort aus gelangt man entweder durch das Restonica-Tal zum Lac Melo oder durch die Tavignanu-Schlucht auf den GR 20. Weniger überlaufen ist der Talkessel von Haut Asco. Die Route von dort zum Monte Cinto, mit 2706 Metern der höchste Gipfel Korsikas, sollte aber nur mit viel Erfahrung und Kondition in Angriff genommen werden.

Möglichkeiten für kurze Touren in hohen Lagen gibt es an den Gebirgspässen: Unterhalb des Col de Vizzavona führt ein bequemer Waldweg zum Wasserfall «Cascades Anglais». Und auch am weiter südlich gelegenen Col de Bavella stehen mehrere Touren zur Auswahl.

Ganz anders wirken die mächtigen roten Granitfelsen am Golf von Porto, die zum UNESCO-Welterbe ernannt wurden. Dazu gehört auch das Naturschutzgebiet der nördlich gelegenen Halbinsel La Scandola, die sich teilweise von Galeria aus auf der Route «Tra Mare e Monti» erkunden lässt. Der Pfad führt durch dichtes Macchia-Gebüsch vorbei an dem reizvollen Fischerdorf Girolata.

Wandern ist nicht die schlechtestes Alternative, sich auf Korsika fortzubewegen. Nur zwei Bahnstrecken verbinden Bastia und Calvi im Norden in einer Art Ypsilon mit Ajaccio. Busse verkehren unregelmäßig - vor allem in der Nebensaison. Und mit dem Auto kann die Tour über die schroffe Insel zum Abenteuer werden: Immer wieder tauchen grasende Kühe, eine Ziegenherde oder Schweine auf, die sich am Straßenrand im Staub wälzen.

Die können Wanderern auch im Forêt d'Aitone begegnen - oberhalb des kleinen Örtchens Evisa östlich von Porto. Auf dem «Mare a Mare Nord» durchqueren Wanderer den sonnendurchfluteten Wald und kommen an den Cascades d'Aitone vorbei. Der Gebirgsbach hat dort unter hochstämmigen Kiefern ein tiefes Becken in den Felsen gegraben.

Evisa ist auch idealer Ausgangspunkt für eine Wanderung durch die Spelunca-Schlucht, die von beeindruckenden Felshängen eingeschlossen ist. An heißen Tagen empfiehlt sich die Variante bergab von Evisa in Richtung Ota und Porto. Im Süden von Bonifacio lohnt eine Wanderung nach Osten Richtung des Leuchtturms am Capo Pertusato. Von dort aus bietet sich ein guter Blick auf die Kreidefelsen - spätestens dann wird deutlich, warum Korsika schon von den Griechen mit dem Namen «Kalliste» bedacht wurde - die Schöne.

Informationen: Maison de la France, Zeppelinallee 37, 60325 Frankfurt, Tel: 0900/1 57 00 25 (49 Cent pro Minute).

Offizielle Seite über in Frankreich: www.franceguide.com

Naturpark Korsika (französisch): www.parc-naturel-corse.com

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