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WM-Casting ohne Olympia-Zweite: Nationalteam überrascht

Sotschi. Damit war nach dem ersten Härtetest in Sotschi nicht zu rechnen: Das stark ersatzgeschwächte deutsche Eishockey-Nationalteam erkämpft sich in der WM-Vorbereitung einen Sieg in Russland. Als Nächstes stehen die ersten Auftritte in der Heimat nach Olympia-Silber an.

WM-Casting ohne Olympia-Zweite: Nationalteam überrascht

Deutschlands Sebastian Uvira (l) im Zweikampf gegen Ilja Mikejew (2.v.l.) aus Russland. Foto: Artur Lebedev/AP

Ein unerfahrenes deutsches Eishockey-Nationalteam hat beim zweiten WM-Casting eine Überraschung geschafft. Ohne Silbermedaillengewinner rang die Auswahl von Bundestrainer Marco Sturm in Sotschi Russland knapp mit 4:3 (1:1, 0:2, 2:0) nach Verlängerung nieder.

Dabei steigerten sich die stark ersatzgeschwächten Gäste im Vergleich zum 1:4 am Vortag deutlich und holten mit unermüdlicher Moral einen 1:3-Rückstand auf. Verteidiger Bernhard Ebner ließ das Team des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) mit seinem Siegtor in der Overtime jubeln (64. Minute).

In der regulären Spielzeit hatten College-Spieler Marc Michaelis (8. Minute), Simon Sezemsky (46.) und Maximilian Kammerer (51.) die deutschen Treffer erzielt. „Meine Mannschaft war mutiger, bissiger und hat sich den Sieg nach dem Zwei-Tore-Rückstand im letzten Drittel verdient. Wir hatten eine sehr gute Woche mit einem sehr guten Finish“, bilanzierte Sturm. Der Coach wollte von einer Olympia-Revanche aber wegen der völlig veränderten Vorzeichen nichts wissen.

Vier Wochen vor dem Auftakt zur WM in Dänemark konnten sich in Sotschi Profis der zweiten und dritten Garde empfehlen. Auf sich aufmerksam machte der 22-jährige Michaelis von der Minnesota State University. Der Angreifer traf jeweils in seinen ersten beiden Länderspielen.

Im zweiten Kräftemessen vor 11 008 Zuschauern konnte die Mannschaft von Bundestrainer Sturm das Spiel anders als am Freitagabend ausgeglichen gestalten und sich mehr Chancen erspielen. Den Russen reichten die Treffer von Alexander Chochlatschjow (4.), Alexander Dergatschjow (21.) und Nikolai Demidow (39.) diesmal nicht. Auch der Goldmedaillengewinner trat knapp sieben Wochen nach dem Olympia-Finale gegen das deutsche Wunderteam mit einem im Vergleich zu Pyeongchang völlig veränderten Aufgebot an.

Nach der Rückreise am Sonntag beginnt am Dienstagabend für die DEB-Auswahl die zweite Vorbereitungsphase auf die WM, die vom 4. bis 20. Mai in Dänemark stattfindet. Mit welchem Kader Sturm die nächsten Testpartien in Weißwasser und Dresden gegen die Slowakei angeht, ist noch offen. 

Für die ersten Auftritte in der Heimat nach dem größten Erfolg des deutschen Eishockeys könnten in Torhüter Timo Pielmeier sowie den Verteidigern Björn Krupp und Moritz Müller die ersten Silbergewinner dazustoßen. Den gescheiterten Halbfinalisten der Deutschen Eishockey Liga wird der Coach eine Pause zugestehen.

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