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Zurück die Zeit der Pioniere

Vreden Seinen ersten "Holzpropeller für die Wand" schenkte ihm sein Vater, als er 14 Jahre alt war. Als Michael Schoppmann dann nur kurze Zeit später in Stadtlohn eine "Tiger Moth" landen sah, die Piloten bewunderte und den Ölgeruch einatmete, war es um ihn geschehen. "Da sparste drauf", nahm er sich vor.

07.10.2008

Zurück die Zeit der Pioniere

<p>80 Propeller aus der Sammlung sind zu sehen.</p>

Nun, eine Tiger Moth ist sein erstes Flugzeug nicht geworden, aber einige Jahre später ein Doppeldecker: eine Stampe. Selbstverständlich ist aber im Museum für Luftfahrteschichte im ehemaligen Gutshof Schulze Siehoff auch die Tiger Moth vertreten: Der Motor mit Propeller ist einer der Hingucker des Museums "Aerohistorica", in dem der Vredener seine eindrucksvolle Sammlung zeigt, die vor 40 Jahren mit einem Holzpropeller ihren Anfang nahm (Münsterland Zeitung berichtete). Am Wochenende nun eröffnet das Museum für Luftfahrtgeschichte. Thomas Gebing, Inhaber des Gutshofes, freute sich gestern beim Pressegespräch auf viele interessierte Gäste, die sich von der Faszination Luftfahrt anstecken lassen können. "Es geht hier nicht um ein renditeträchtiges Unternehmen, sondern darum, einem Enthusiasten die Möglichkeit zu gegen, seine Sammelobjekte zu präsentieren", betonte Gebing, Berufspilot und Inhaber der Firma "Classic Wings" mit Sitz am Flugplatz Wenningfeld.

Weltweite Rarität

Gebing und Schoppmann eint die Begeisterung für die Luftfahrt - und da besonders für die Pionierzeit. So ist auch eine weltweite Rarität in Ellewick zu sehen: Der einzig erhaltene Propeller eines Zeppelins, ein LZ 78. Zu sehen gibt es viele Propeller - zum Beispiel auch zwei aus der Zeit vor dem ersten anerkannten Motorflug im Jahr 1903: "Da kann man eigentlich schon sehen, dass das nicht klappen konnte", mustert Michael Schoppmann die beiden mit einem liebevollen Schmunzeln.

Nostaligische Instrumente vom Höhenmesser über den Kompass bis hin zum Armaturenbrett können die Museumsbesucher bewundern, ebenso Fliegerbekleidung aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Kleine Raritäten in Vitrinen und große Propeller an den Wänden - die Ausstellungsstücke sind vielfältig. Und unterhaltsam wie informativ die Geschichten, die Sammler Michael Schoppmann zu ihnen zu erzählen weiß - ein Enthusiast eben. ewa

Zurück die Zeit der Pioniere

<p>Sammler Michael Schoppmann (Mitte), seine Lebensgefährtin Maria Tenhumberg und Thomas Gebing, der Eigentümer der Museumsimmobilie, freuen sich auf viele Besucher im "Aerohistorica". Im Hintergrund einer der Hingucker der Schau: Ein Neun-Zylinder-Rotationsmotor des Hersteller LeRhone. Der 80 PS-Motor wurde gebaut von 1907 bis 1916 . MLZ-Fotos Winter-Weckenbrock</p>

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