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Friedhofspflege vergeben?

Vreden Geht die Stadt Vreden neue Wege in der Friedhofspflege? Die Frage, ob die Arbeiten, die bislang vom städtischen Bauhof erledigt werden, gegebenenfalls an ein privates Unternehmen vergeben sollen, steht bald zur Diskussion an.

02.10.2008

Friedhofspflege vergeben?

<p>Auf der Erweiterungsfläche des Friedhofs sind schon die ersten Gräber angelegt. Rechts im Bild ist die Fläche, die gewerblich genutzt werden soll. Heisterborg</p>

Wie berichtet, sind neben der Erweiterungsfläche des Friedhofs an der Zwillbrocker Straße - an den neuen Parkplatz anschließend - rund 4500 Quadratmeter als Fläche für "friedhofsbezogenes Gewerbe" ausgewiesen worden. Die Stadt hatte den Auftrag erhalten, bei Vredener Unternehmern Angebote einzuholen. In der jüngsten Ratssitzung teilte Erster Beigeordneter Dr. Christoph Holtwisch mit, dass die Firma Josef Tenhumberg ein von Architekt Norbert Umme erstelltes Nutzungskonzept vorgelegt habe. Noch liege keine Wirtschaftlichkeitsrechnung vor, ergänzte Holtwisch.

Für die Ratsmitglieder aber war es interessant zu erfahren, dass das Konzept insgesamt 900 Quadratmeter gewerbliche Fläche vorsieht. Das Gebäude, teilte Fachbereichsleiter Joachim Hartmann mit, sei sowohl zum Friedhof als auch zur Zwillbrocker Straße hin mit Fenstern versehen, was sehr begrüßt werde. Das Vorhaben solle in zwei Bauabschnitten realisiert werden.

Stadt als Mieter

Ein Modul in einer Größe von rund 75 Quadratmetern für einen Sozialraum für den "Friedhofsgärtner" sowie für einen Geräteraum werde die Stadt Vreden anmieten. Vorstellbar sei in dem Gebäude dort auch ein Café oder ähnliches, ein öffentliches WC solle auf jeden Fall eingerichtet werden.

Nun müsse abgewartet werden, welche Unternehmer vom Steinmetz bis zum Floristikbetrieb daran interessiert seien, sich dort ebenfalls niederzulassen - und gegebenenfalls die Friedhofspflege mit zu übernehmen. Die Stadt würde in dem Fall ihr angemietetes Modul untervermieten. Wenn ein Angebot vorliege, würde die Stadt prüfen, ob es für die "kostenrechnende Einrichtung Friedhof", die sich ohne Gewinnerzielung aus den Gebühren trägt, günstiger sei, die Friedhofspflege zu vergeben, erläuterte Jürgen Buckting, zuständiger Fachabteilungsleiter in der Stadtverwaltung, im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Bis zu einer Entscheidung werde die Friedhofspflege weiterhin vom Bauhof geleistet.

Der Rat nahm das Konzept ohne weitere Diskussion zur Kenntnis. ewa

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