Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Der Blick geht ins Grüne

Vreden Nicht den Blick ins Leere schweifen lassen, sondern ins Grüne des Gartens und sich am Wechsel der Jahreszeiten orientieren, das ist jetzt für demenzkranke Bewohner des St. Ludger Senioren- und Pflegezentrums besonders gut möglich.

19.06.2007

Und mehr noch: Die Bewohner selbst können in dem Garten arbeiten. Sie graben Beete um, lassen Sand zwischen den Fingern rieseln, verlegen Kieselsteine am Hochbeet oder lassen Wasser über die Hände laufen. Der als Sinnesgarten neu gestaltete Grünbereich, unmittelbar und barrierefrei von der Wohnung erreichbar, wurde in den vergangenen Tagen im Rahmen einer Feier mit den Bewohnern eingeweiht.

Mehr Lebensqualität

Genau vor einem Jahr gründete die Einrichtung am Krankenhaus speziell nur für Demenzkranke einen neuen Wohnbereich. Zunächst legten die Planer mit Farb- und Lichtkonzepten sowie Barrierefreiheit ihr Augenmerk auf eine optimale Innenraumgestaltung. «Besonders im Hinblick auf den steigenden Anteil demenziell erkrankter Menschen in den Einrichtungen können nutzerorientierte Außenanlagen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität leisten», so Michael Brinkmöller, Bereichsleiter Altenhilfe.

Eine differenzierte Gartenplanung, die viele krankheitsbedingte Defizite berücksichtigt, wurde geplant. Sodann pflanzte Krankenhausgärtner Herbert Eilers heimische Gehölze, darunter drei Linden, die dem Garten den Namen «Lindenhook» gaben.

Hochbeete angelegt

Er legte Hochbeete an, die auch vom Rollstuhl aus erfahrbar sind. Zur Anregung des Geruchssinns entstand eine Kräuterschnecke mit heimischen Gewürzpflanzen. Außerdem blieb viel Platz, um dem Bewegungsdrang Raum zu geben: «Das Laufen im geschützten Garten macht natürlich müde, die Erkrankten sind danach viel ruhiger, der Bedarf an Beruhigungsmittel und schlaffördernden Medikamenten ist gesunken, seitdem wir den Garten haben», resümierte Inge Leifkes, gerontopsychiatrische Altenpflegefachkraft, die in der Einrichtung tätig ist.

Der Garten stimuliere die Sinne wie riechen, schmecken, fühlen, sehen, hören und wecke Erinnerungen, so Leifkes. MPB

Lesen Sie jetzt