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Bei «Oma Deutschland»

Vreden Mit speziell für ihn angefertigten Schuhen tritt der siebenjährige Miroslaw Bobrow mit seiner Mutter an diesem Wochenende die Heimreise nach Mogilew/Weissrussland an.

29.06.2007

Vier Wochen waren die beiden Gäste bei Johannes und Maria Schemming. Es standen wieder Kontrolluntersuchungen seines rechten Fußes an, der unter einem anormalen Längenwachstum leidet.

«Nach dem Eingriff im September 2005 macht uns nun das Wachstum des gesamten Beines Sorgen - das rechte Bein ist schon fünf Zentimeter länger als das linke,» erläutert Franz Tenhagen, der Vorsitzende der KAB St. Marien. Die Aktion der KAB St. Marien «Tschernobyl - Kinder in Not» hatte bereits in der Vergangenheit alle bisherigen OP-Kosten übernommen (Münsterland Zeitung berichtete). Nun wurde Miroslaw wieder dem Vredener plastischen Chirurgen Dr. Arnulf Lehmköster vorgestellt, der riet, noch einen Orthopäden hinzuzuziehen.

Ursache vermutet

Dr. Rubentaler, Orthopäde im Borkener Krankenhaus, verwies darauf, dass für das extreme Wachstum eine hormonelle Überproduktion verantwortlich sei. Mit einer Wachstumsfuge könne man dies stoppen. Dazu seien aber noch weitere Untersuchungen, auch die eines Gefäßchirurgen, nötig.

«Nun haben wir erst einmal vier Paar Schuhe mit unterschiedlichen Höhen anfertigen lassen, damit Miroslaw gut durch den Winter kommt. Bisher hat er nur Sandalen getragen,» erklärte Franz Tenhagen weiter. Für die nächsten Untersuchungen oder einen eventuellen Eingriff wird Miroslaw dann wieder nach Vreden kommen. «Wir haben es seiner Mutter versprochen und werden uns auch weiterhin um ihn kümmern. Das Beste ist ja, das die beiden immer bei Johannes und Maria Schemming wohnen können,» freut sich Tenhagen. Für Miroslaw sind Maria und Johannes Schemming «seine Oma und sein Opa in Deutschland», denn er ist ja bereits zum sechsten Mal für mehrere Wochen bei Ihnen zu Gast.

Gut erholt nach Hause

«Mutter und Sohn haben sich hier gut erholt und Miroslaw hat viel gespielt oder gelesen. Viel Freude hatte er auch beim Hühner-Füttern oder bei gemeinsamen Ausflügen,» erzählt Maria Schemming. Neben den neuen Schuhen nimmt Miroslaw stolz eine kleine Pfanne mit in die Heimat. Die hat ihm Johannes Schemming geschenk - weil er so gerne Spiegeleier mag. rol

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