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Baustaub löst Sorge aus bei Anwohnern

Vreden Die Abrissarbeiten an der ehemaligen Firma te Moller am Master Esch sorgen für Unruhe bei den Anwohnern: Sie sind sensibilisiert, weil der Name te Moller mit Asbest verbunden ist - früher wurde der krebserregende Werkstoff dort in der Produktion verwendet.

09.10.2008

Baustaub löst Sorge aus bei Anwohnern

<p>Auf einem Teil des Innenhofs wird auch Bodenaushub nötig sein, sagt das Gutachten aus. Winter-Weckenbrock</p>

"Die Staubwolken flogen uns bis vor die Tür. Ich war richtig froh, als es anfing zu regnen", betonte Bernhard Welper im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Auch bei der Stadt Vreden kamen besorgte Anfragen an - unter anderem wegen der fachgerechten Entsorgung des Bauschutts.

Auflagen bestehen

"Es gab einige Auflagen für den Abriss", bestätigte Andrea Hertleif, Sprecherin des Kreises Borken als zuständige Aufsichtsbehörde. Vor einigen Jahren sei ein Gutachten erstellt worden - danach seien asbesthaltige Eternitplatten, wie sie häufig in älteren Gebäuden verwendet wurden, von einem Hallendach fachgerecht zu entsorgen wie die Betonplatten eines Fußbodens, der einen PCP-Anstrich aufwies. Ferner müsse ein Bodenaushub wegen Schwermetallbelastung auf einer 100 Quadratmeter großen Innenhoffläche vorgenommen werden.

Das bestätigte auch Reinhard Willecke von der Firma HKO, Miteigentümer des Grundstücks und Auftraggeber für den Abriss. Aufgrund der Auflagen habe man eigens einen sachverständigen Architekten angestellt, der wiederum ein Ingenieurbüro mit der abfalltechnischen Beurteilung, der Aushubüberwachung und der Beprobung des Abrisses beauftragt habe. Eine Asbestbelastung des Gebäudes an sich schließt er aus: Die Firmengebäude seien gründlich gereinigt und von As-best-Staub befreit worden, als vor 20 Jahren die Produktionsschiene von technischen Bändern auf temperaturbeständige Glas- und Aramidfaser umgestellt wurde. "Asbest, der beim Weben eingesetzt worden war, wurde nur im Staub gefunden", betont Willecke. Und: "Alles wird fach- und sachgerecht entsorgt, die Auflagen werden eingehalten."

Vom Kreis Borken war am Mittwoch eine Mitarbeiterin der Abteilung Immissionsschutz vor Ort. Die Eternitplatten vom Dach seien schon von einer Fachfirma aus Westerkappeln entsorgt worden, der Abrissunternehmer aus Vreden sei angemahnt worden, beim Abriss mit Wasser zu arbeiten, um die Entwicklung des Baustaubs zu vermindern, fasste Pressesprecherin Andrea Hertleif zusammen. Der Kreis werde die Arbeiten weiter begleiten. ewa

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