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Verhungerter Junge: Verurteilte Mutter geht in Revision

Nach dem Hungertod des kleinen Anakin im Sauerland wehrt sich die Mutter gegen ihre mehrjährige Haftstrafe. Nach Angaben des Landgerichts Arnsberg von Donnerstag hat der Anwalt wie angekündigt Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt. Über die Revision entscheidet jetzt der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Er prüft auf Verfahrensfehler und legt fest, ob der Prozess neu aufgerollt werden muss.

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Arnsberg

, 05.07.2018
Verhungerter Junge: Verurteilte Mutter geht in Revision

Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv

Die 40-jährige zehnfache Mutter war Mitte Juni wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Sie habe sich nicht ausreichend um ihren Sohn gekümmert und ihn verhungern lassen, zeigten sich die Richter bei der Urteilsverkündung Mitte Juni überzeugt. Der Anwalt hatte eine Bewährungsstrafe gefordert und das Urteil noch im Gerichtssaal als zu hart kritisiert.

Der zweijährige Anakin war am Ende seines Martyriums bis auf die Knochen abgemagert und im Krankenhaus gestorben. Seine jüngere Schwester überlebte nur knapp. Die Kinder der Frau leben heute an verschiedenen Orten in Heimen.