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Verdächtiger Pfleger hielt sich auch in Dortmund auf

Pfleger soll Rentner in München getötet haben

Ein bereits unter Mordverdacht stehender Hilfspfleger kommt für immer mehr Taten infrage. Die Zahl der Hinweise steigt. Der Mann war auch in Dortmund unterwegs.

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München

, 08.03.2018
Verdächtiger Pfleger hielt sich auch in Dortmund auf

Verdächtiger Pfleger hielt sich auch in Dortmund auf

Die Polizei München sucht bundesweit Zeugen, die von dem 36-jährigen ungelernten Pfleger betreut worden sind. © Polizei München

Zu dem in München unter Mordverdacht stehenden Hilfspfleger sind weitere „substanziell hilfreiche Hinweise“ eingegangen. Damit ist die Zahl auf 35 gestiegen, wie die Polizei am Donnerstag in München mitteilte. Zu einem Fall in Mülheim an der Ruhr ermittelt die Polizei Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft München. Die Staatsanwaltschaft Duisburg hatte die Ermittlungen im vergangenen Jahr vorläufig eingestellt. Dort wird untersucht, ob Fehler gemacht wurden.

Polizei sucht Zeugen

Auch in anderen NRW-Städten war der Mann unterwegs. Beim Märkischen Kreis ging bereits ein Ermittlungsersuchen aus München ein. Es geht aber um keinen konkreten Verdacht. Der Verdächtige war zudem in Dortmund, Bonn und im Raum Düsseldorf unterwegs. Bei der Polizei Dortmund ist laut einer Sprecherin bislang kein Ermittlungsersuchen aus München eingegangen.

Die Polizei München sucht weiter Zeugen, die Angaben zum Aufenthaltsort des Verdächtigen machen können oder Personen kennen, die von ihm betreut wurden. Die bis Donnerstag bekannten Aufenthaltsorte hat die Polizei in einer Karte eingezeichnet, orange hervorgehoben sind die Orte, die neu dazugekommen sind.

Der 36 Jahre alte Beschuldigte aus Polen soll in Ottobrunn bei München einen 87-jährigen Pflegebedürftigen mit Insulin getötet haben. Die Ermittler gehen aktuell von vier weiteren Vorfällen aus, „in denen das Ableben einer betreuten Person in einem unmittelbaren zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit dem Aufenthalt des Tatverdächtigen stand“. Es geht dabei um Fälle in den beiden bayerischen Landkreisen Forchheim (Juli 2017) und Kitzingen (Januar 2018) sowie je einen Fall in Hannover (Juli 2017) und im baden-württembergischen Landkreis Tuttlingen (Juli 2017).

Ob eine Kausalität zwischen diesen vier weiteren Todesfällen und der Anwesenheit des Hilfspflegers bestand, müsse intensiv untersucht werden, betonte die Polizei und warnte vor einer Vorverurteilung. „Wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I. Nach seiner Festnahme hatte die Polizei bei dem 36-Jährigen zwei EC-Karten des Ottobrunner Toten samt Geheimnummern gefunden.

dpa/neu/rwo

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