Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Verbilligte Vermietung: Miethöhe muss ausreichend sein

Berlin. Vermieter, die ihre Immobilien zu billig an Bekannte oder Fremde vermieten, müssen steuerliche Einbußen fürchten. Nur wenn die Miete mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete beträgt können Ausgaben voll gegengerechnet werden.

Verbilligte Vermietung: Miethöhe muss ausreichend sein

Die Miethöhe muss 66 Prozent der ortsüblichen Miete betragen, wenn der Vermieter die Ausgaben durch Mieteinnahmen steuerlich voll absetzen will. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild

Wer eine Wohnung zu einem günstigen Mietpreis an Angehörige oder fremde Dritte vermietet, sollte zum Jahreswechsel die Miethöhe überprüfen. Das empfiehlt der Bund der Steuerzahler in Berlin.

Der Grund: Die vereinbarte Warmmiete muss mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete betragen, um die mit den Mieteinnahmen zusammenhängenden Ausgaben voll als Werbungskosten absetzen zu können. Liegt die Miete unterhalb der Grenze, können die Aufwendungen für die vermietete Wohnung nur anteilig abgesetzt werden.

Das bedeutet: Liegt die Miete unterhalb von 66 Prozent der ortsüblichen Miete und soll der volle Werbungskostenabzug erhalten bleiben, muss die Miete angepasst werden. Für Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung ist die ortsübliche Kaltmiete zuzüglich der nach der Betriebskostenverordnung umlagefähigen Kosten heranzuziehen, befand der Bundesfinanzhof (BFH) (Az.: IX R 44/15).

Bei einer Vermietung an Angehörige ist außerdem darauf zu achten, dass das Mietverhältnis dem sogenannten Fremdvergleich standhält. Das heißt, der Mietvertrag und die Durchführung des Vertrags müssen dem entsprechen, was üblicherweise auch mit Fremden vereinbart werden würde. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Vertrag steuerlich nicht anerkannt wird und der Werbungskostenabzug verloren geht.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Berlin. Wegen eines zu geringen Verdienstes sind viele Bundesbürger von der Einkommenssteuer befreit. Das Gehalt wird mit vorhandenen Kapitalerträgen addiert. Bleibt man trotzdem unter dem Grundfreibetrag, lohnt es sich eine NV-Bescheinigung zu beantragen.mehr...

Berlin. Der Einbau von Glasfaseranschlüssen für schnelles Internet lässt sich steuerlich geltend machen. In welcher Form und Höhe das möglich ist, hängt dabei von den Eigentumsverhältnissen ab.mehr...

Köln. 01-2018, 02-2018, 03-2018 - So in etwa könnte die Nummerierung von Rechnungen aussehen. Allerdings dürfen Selbstständige und Unternehmen auch andere Kombinationen verwenden. Die Nummern müssen jedenfalls nicht zwingend fortlaufend sein.mehr...