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Wetterdienst warnt vor Gewitter und Hitze

Unwetter legen Bahnverkehr in NRW teilweise lahm

NRW Gewitter und heftige Regenfälle ziehen seit Dienstagnachmittag über NRW hinweg. In Wuppertal brachten starke Überschwemmungen sogar eine Tankstelle zum Einsturz, auch ein Dach an der Uni brach zusammen. Auch am Mittwoch muss man in weiten Teilen Deutschlands auf heftige Gewitter gefasst sein.

Unwetter legen Bahnverkehr in NRW teilweise lahm

Dunkle Wolken ziehen über der Landeshauptstadt Düsseldorf auf. Von starken Regenfällen begleitet haben sich am Nachmittag in NRW starke Gewitter entladen. Foto: dpa

Heftige Unwetter mit starken Regenfällen sind am Dienstagnachmittag über Nordrhein-Westfalen gezogen und haben Schäden vor allem in den Regionen Wuppertal und Aachen angerichtet.

In Wuppertal fuhren mehrere Autos gegen hochgedrückte Gullydeckel. In einem Fall löste dadurch ein Airbag aus und verletzte den Fahrer im Gesicht, wie eine Polizeisprecherin sagte. An einer Tankstelle in der Innenstadt knickte das Dach weg. Zahlreiche Straßen wurden überflutet. Hinzu kamen mehrere umgestürzte Bäume. In mindestens einem Fall soll das Wasser rund 70 Zentimeter hoch gestanden haben.

Großflächige Überschwemmungen in Wuppertal

In Wuppertal standen am frühen Abend Straßen und Gebäude unter Wasser. Das Dach einer Tankstelle wurde von den Wassermassen zum Einsturz gebracht. Auch in einem Einkaufszentrum staute sich das Wasser in der untersten Etage.

Durch das Unwetter waren zudem Teile des Dachs eines Universitätsgebäudes eingestürzt. Verletzte gab es nach ersten Erkenntnissen keine, wie die Uni nach dem Unwetter am Dienstagnachmittag auf ihrer Webseite mitteilte. Demnach stürzten an einem Unigebäude etwa 30 bis 50 Quadratmeter des Daches ein. Zudem stünden der Keller sowie Teile des Erdgeschosses mindestens zweier Gebäude unter Wasser. Auf Twitter zeigten Nutzer Bilder von den Folgen der Überschwemmung:

Wegen des Unwetters hat die Deutsche Bahn am Dienstagabend im Raum Wuppertal den Bahnverkehr eingestellt. „Die Züge stehen alle am Bahnsteig“, sagte ein Bahnsprecher in Düsseldorf. Teilweise seien die Gleise vom Regen überspült worden. Maßnahmen für Ersatzverkehr seien in die Wege geleitet worden. Über die Dauer der Einstellung wurde zunächst nichts bekannt.

Die Bahn riet Fahrgästen, sich über die Bahn-App über die Lage zu informieren. Auch in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens war der Bahnverkehr beeinträchtigt. Es gebe es witterungsbedingte Verspätungen in den Regionen Duisburg, Oberhausen, Gelsenkirchen, Aachen sowie im Kreis Euskirchen.

Weitere Unwetter am Mittwoch

In großen Teilen Deutschlands drohen weiterhin Unwetter mit Starkregen und Hagel. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartete für Mittwoch - wie schon für Dienstag - teils heftige Gewitter. Im Nordosten Deutschlands bleibt es zunächst heiter und trocken. Wie auch in anderen Regionen stöhnen hier viele Menschen unter der Hitze: Am Mittwoch sollen die Höchstwerte bei 32 Grad liegen - nach 34 Grad am Dienstag.

Wegen der langsamen Verlagerung der Gewitter drohe neben drei Zentimeter dickem Hagel auch heftiger Starkregen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit, warnte der DWD. Vereinzelt könnten sogar Regenmengen von mehr als 60 Litern in wenigen Stunden zusammenkommen. Je nach Gelände kann das zu Überschwemmungen führen. Zum Vergleich: Normalerweise liegt das Regen-Soll für den gesamten Monat Mai in Deutschland bei 72 Litern pro Quadratmeter.

Unwetter schwer vorauszusagen

Unwetter hatten in den vergangenen Tagen mehrere Regionen getroffen. Wo es kracht, kann der Deutsche Wetterdienst (DWD) kaum genau vorhersagen. Die Wettermodelle können das Gewitterrisiko räumlich nicht genauer auflösen. So warnt der DWD nur recht allgemein vor „örtlich schweren Gewittern“.

An diesem Mittwoch soll sich die Gewitteraktivität weiter in Richtung Nordosten verlagern. „Dann muss in einem breiten Streifen von der Nordsee und dem Emsland bis zum Bayerischen Wald und dem Oderbruch mit zum Teil schweren Gewittern gerechnet werden“, erklärte DWD-Meteorologe Sebastian Schappert. „Auch ganz im Südwesten, besonders über dem Schwarzwald, können sich im Tagesverlauf erneut kräftige Gewitter bilden.“

Gedenkfeier für Anschlagsopfer wegen Wolkenbruch abgebrochen

Die Gedenkfeier zum 25. Jahrestag des Brandanschlags in Solingen ist am Dienstag wegen eines Unwetters abgebrochen worden. Ein Wolkenbruch war während der Veranstaltung über den Platz der Feier niedergegangen. Hunderte Teilnehmer hatten zunächst Schutz unter den Bäumen gesucht. Sie waren danach aber von den Veranstaltern in deutscher und türkischer Sprache zum Verlassen des Ortes aufgefordert worden. In der Nacht des 29. Mai 1993 hatten vier rechtsradikale Männer das Haus der türkischstämmigen Familie Genc in Solingen angezündet. Fünf Frauen und Mädchen starben.

Meteorologen warnen auch vor starker Hitze

Die DWD-Meteorologen warnten nicht nur vor Gewitter und Starkregen, sondern auch vor starker Wärmebelastung. Betroffen sei ein breiter Streifen von Nordrhein-Westfalen und dem Emsland bis nach Südbrandenburg und Sachsen. In der Nacht zum Dienstag hatte der DWD an fünf Stationen Temperaturen über 20 Grad gemessen - Meteorologen nennen das Tropennacht. Spitzenreiter war Frankfurt am Main mit 20,5 Grad.

Am Dienstagnachmittag lagen die Temperaturen vielerorts bei über 30 Grad - so auch in Hamburg: Bei einem Schulsportfest erlitten hier mehrere Kinder einen Hitzschlag. Acht Schüler und Schülerinnen seien mit akuten Hitzesymptomen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Einige Schüler bekamen Hitzefrei. Allein im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen durften am Dienstag mehr als 2000 Schüler früher nach Hause - meist ab 11.30 Uhr.

Auch manchen Tieren machte die Hitze zu schaffen: Die Tiere auf dem Elefantenhof Platschow in Mecklenburg-Vorpommern standen am liebsten still im Schatten. „Sie fächeln mit ihren großen Ohren und kühlen damit das Blut in den vielen kleinen Adern darin“, sagte Elefantenhof-Chefin Lilian Kröplin. Die Polizei in Baden-Württemberg berichtete derweil von einem Hund, den sie in Lörrach aus einem überhitzten Auto befreit habe: „Er hat gehechelt und machte den Eindruck, dass er dringend aus dem Auto raus muss“, sagte ein Polizeisprecher.

dpa

Unwetter und Gewitter in Haltern möglich

Hitze, Hagel und Starkregen

Haltern Bis in die Morgenstunden von Mittwoch könnten laut Deutschem Wetterdienst (DWD) schwere Gewitter und Unwetter in Haltern am See auftreten. Doch das ist nicht die einzige Warnung für die Seestadt.mehr...

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