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Ungeprüfte Online-Bewertungen sind ein Problem

München. Hotels, Smartphones, Mixer, Handwerker, Restaurants: Im Netz gibt es wenig, was nicht bewertet wird. Mit der Einordnung, ob die jeweilige Rezension authentisch ist, wird der Verbraucher aber oft allein gelassen. Dann ist Detektivarbeit angesagt.

Ungeprüfte Online-Bewertungen sind ein Problem

Können so viele Bewertungen falsch sein? - Das kommt darauf an, ob das Portal sie geprüft hat. Und längst nicht alle nehmen es dabei genau genug. Foto: Andrea Warnecke

Bei Bewertungen im Netz bleiben Verbraucher besser skeptisch. Denn sie werden längst nicht immer gründlich genug geprüft. Das zeigt eine Analyse der Verbraucherzentrale Bayern.

Demnach könnten Bewertungen verlässlicher sein, wenn Portale und Online-Shops mehr Instrumente zum Enttarnen von Fälschungen nutzen würden. Dazu gehören die automatische Kontrolle durch Algorithmen, eine Missbrauchsmeldefunktion für Nutzer und die Prüfung auffälliger Bewertungen durch eigene Mitarbeiter. Eine Kombination aller drei Instrumente bietet den besten Schutz vor Manipulationen. Nicht alle Portale arbeiteten aber so genau, kritisiert die Verbraucherzentrale.

Im besten Fall nutzen Seitenbetreiber alle drei Prüfverfahren und setzen für Verbraucher ausschließlich ideelle Anreize, um Bewertungen abzugeben. Im schlechtesten Fall hätten Prüfverfahren nur einen geringen Stellenwert, und Verbraucher werden mit Belohnungen wie Gutscheinen motiviert, Bewertungen abzugeben.

Im Zweifel ist alo der Verbraucher gefordert, Bewertungen richtig einzuordnen - eine Detektivarbeit, die am Ende auch keine Gewissheit garantiert. Grundsätzlich sollten sie stets im Blick behalten, dass Bewertungen von Herstellern, Händlern, Produktester-Clubs oder Vorteilsprogrammen beeinflusst worden sein könnten, da sie alle Interesse an möglichst guten Bewertungen haben, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und rät, sich folgende Fragen zu stellen: Welches Wissen mag der Verfasser einer Bewertung haben? Was hat er wirklich geprüft? Welche Absicht verfolgt er?

Uns selbst wenn eine Rezension authentisch erscheint, gelte: Gerade Produktbewertungen sind oft nicht mehr als ein persönlicher Eindruck, so die Verbraucherschützer. Laien fehlten für die tiefergehende Beurteilung meist das Fachwissen sowie Test- und Vergleichsmöglichkeiten. In unabhängigen, großen Tests wie etwa bei der Stiftung Warentest fänden dagegen viele verschiedene Produkte Berücksichtigung. Denn wie gut ein einzelnes Produkt ist, zeige sich häufig erst beim Vergleich mit Alternativen.

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