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Umzug droht: DFL lehnt Ausnahme für Holstein-Stadion ab

Kiel. Die Deutsche Fußball Liga ist hart geblieben. Sollte Holstein Kiel in die Bundesliga aufsteigen, gibt es keine Ausnahmegenehmigung für das eigene Stadion. Die Folge: Die Kieler müssten in der Fremde ihre Heimspiele bestreiten. Doch Holstein gibt nicht auf.

Umzug droht: DFL lehnt Ausnahme für Holstein-Stadion ab

Die Kieler haben den Relegationsrang drei in der 2. Liga sicher. Foto: Daniel Bockwoldt

Holstein Kiel droht nach einem möglichen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga der Umzug in ein anderes Stadion. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat eine Ausnahmegenehmigung für das Holstein-Stadion abgelehnt, teilte der Verein mit.

Zur Begründung hieß es, das Stadion sei mit einem Fassungsvermögen von rund 10.000 Zuschauern zu klein für die 1. Bundesliga. Gefordert sind dort Plätze für 15.000 Zuschauer, 8000 davon müssen Sitzplätze sein.

Holstein will aber nicht aufgeben und die Entscheidung der DFL durch den zuständigen Lizenzierungsausschuss überprüfen lassen. „Wir hoffen weiter, dass wir im Falle eines Aufstiegs unsere Heimspiele in Kiel austragen dürfen“, sagte Holstein-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke. „34 Auswärtsspiele wären nach einem sensationellen Aufstieg ungerecht.“

Die Norddeutschen haben in der 2. Bundesliga vor dem letzten Spieltag am Sonntag den Relegationsplatz drei schon sicher und spielen am 17. und 21. Mai gegen den Tabellen-16. der Bundesliga um den letzten Startplatz im Oberhaus.

Nach Darstellung von Schwenke genügt das Kieler Stadion den Sicherheitsanforderungen der DFL und bietet alle Voraussetzungen, damit die Übertragung der Spiele dem geforderten Standard entspricht. Polizei, Feuerwehr und die Stadt Kiel hätten gegenüber der DFL versichert, dass sie keine Bedenken gegen Bundesligaspiele in Kiel haben.

„Dass unser Stadion zu wenig Plätze hat, geht deshalb allein auf unsere Kosten, aber stört den Spielbetrieb nicht“, meinte der ehemalige Handball-Nationalspieler und klagte: „Wenn es keine Ausnahmen für solche Ausgangslagen gibt, wird es für Vereine wie Holstein Kiel, die keinen großen Investor im Rücken haben, unmöglich, ein Märchen wie unseres auch tatsächlich wahr werden zu lassen.“ Die Kieler waren erst in der vergangenen Saison von der 3. Liga in die 2. Bundesliga aufgestiegen.

Man könne nicht in der defizitären 3. Liga beginnen, ein modernes Stadion zu bauen und dabei hoffen, innerhalb von zwei Jahren Bundesliga zu spielen, wie es Kiel womöglich gelingt. „Wir werden unsere Argumente vor dem zuständigen Ausschuss genau erläutern und klarmachen, dass es um eine historisch einmalige Situation geht“, sagte Schwenke.

Planungen für einen Umbau gibt es bereits. Spätestens in der Saison 2019/20 soll das Holstein-Stadion durch den Neubau der Osttribüne über die erforderliche Kapazität von 15 000 Plätzen verfügen. „Aber diesen Mangel können wir nicht in wenigen Wochen beheben“, sagte der Geschäftsführer.

Über mögliche Ausweichquartiere war bereits vor der DFL-Entscheidung spekuliert worden. Nachdem es der Hamburger SV abgelehnt haben soll, den Kielern das Volksparkstadion zur Verfügung zu stellen, gilt das Millerntorstadion in der Hansestadt als eine Möglichkeit. Aber auch das 200 Kilometer entfernte Rostock ist im Gespräch.

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