Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Trump ernennt seinen Leibarzt zum Minister für Veteranen

Washington. Donald Trump baut sein Kabinett weiter um. Er feuert den noch von Vorgänger Obama engagierten Minister für die Angelegenheiten der zahlreichen US-Kriegsveteranen. Nachfolger soll Trumps Arzt werden.

Trump ernennt seinen Leibarzt zum Minister für Veteranen

Laut Trump ist Ronny Jackson als Mitglied der Streitkräfte hoch qualifiziert für den Job. Foto: Carolyn Kaster/AP

US-Präsident Donald Trump hat den in die Kritik geratenen Veteranenminister David Shulkin entlassen. Zum Nachfolger ernannte er überraschend seinen Leibarzt im Weißen Haus, Ronny Jackson.

Dieser hatte Trump noch vor kurzem eine exzellente Gesundheit attestiert und öffentlich erklärt, der Präsident habe großartige Gene. Jackson gilt als enger Vertrauter Trumps.

Als Mitglied der Streitkräfte sei Jackson hoch qualifiziert für den Job, erklärte Trump. Er habe aus erster Hand erfahren, welche Opfer Kriegsveteranen zu erbringen hätten. Jackson (50) ist Konteradmiral der US-Marine. Die Personalie muss vom US-Senat bestätigt werden.

Shulkin ging unmittelbar nach seiner Entlassung mit eine Gastbeitrag in der „New York Times“ an die Öffentlichkeit. Leute, die die Absicht hätten, die Gesundheitsversorgung von US-Veteranen zu privatisieren, hätten sich durchgesetzt und seien für seine Entlassung verantwortlich, erklärte er.

Shulkin stand in seinem Ministerium wegen einer Reise nach Europa im vergangenen Sommer unter Beschuss. Eine interne Untersuchung war zu dem Ergebnis gekommen, dass seine Frau auf Kosten der Steuerzahler mit ihm mit geflogen war und dass er einen Großteil der dienstlichen Reise mit Sightseeing verbracht hatte. Laut dem Untersuchungsbericht nahm der Minister zudem unerlaubterweise Tickets für das Tennisturnier in Wimbledon an. Er erregte auch mit medialen Alleingängen den Unmut des Weißen Hauses.

Das Ministerium für die Angelegenheiten von Kriegsveteranen ist nach dem Pentagon die zweitgrößte US-Regierungsbehörde. Es wird von zahlreichen Problemen geplagt. Belange der Veteranen spielen in den USA eine gewichtige politische Rolle. Trump hatte unter anderem mit dem Versprechen Wahlkampf gemacht, ihre Gesundheitsversorgung zu verbessern.

Über Shulkins Ablösung war in den vergangenen Wochen bereits spekuliert worden. Jackson wurde dabei allerdings nicht als Nachfolger gehandelt. Der 50-Jährige war 2013 unter Trumps Vorgänger Barack Obama Leibarzt des Präsidenten geworden. Im Januar stand er kurzzeitig im Fokus, nachdem er Trump untersucht und ihm anschließend auf einer viel beachteten Pressekonferenz eine hervorragende Gesundheit bescheinigt hatte.

Mit Shulkins Rauswurf setzt Trump die personellen Wechsel in seiner Regierung fort. Vor zwei Wochen entließ der Präsident seinen Außenminister Rex Tillerson und ernannte den bisherigen CIA-Chef Mike Pompeo als Nachfolger. In der vergangenen Woche musste dann der Nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster gehen. Auf ihn folgt der frühere amerikanische UN-Botschafter John Bolton. Dies wurde allgemein als deutlicher Rechtsruck wahrgenommen.

Shulkin ist nicht der erste Minister in Trumps Kabinett, der wegen einer Affäre um Reisekosten in Ungnade gefallen ist. Im vergangenen September legte der damalige Gesundheitsminister Tom Price sein Amt nieder. Er hatte teure Dienstreisen mit Privatjets auf Kosten der Steuerzahler unternommen. Auch Finanzminister Steven Mnuchin war wegen einer Reise nach Fort Knox mitsamt Ehefrau ins Gerede gekommen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Managua. Seit Tagen demonstrieren in Nicaragua Menschen gegen eine Sozialreform. Sie fürchten eine deutliche Erhöhung der Beiträge. Die Proteste forderten mehrere Menschenleben und richten sich gegen die neoliberale Politik von Präsident Ortega.mehr...

Seoul/Pjöngjang. Nach jahrelangen Drohgebärden und militärischen Machtdemonstrationen sendet Nordkorea in rascher Folge Entspannungssignale. Jetzt kündigt die kommunistische Führung gar an, es werde vorerst keine Atomversuche mehr geben. Ist das die Wende in dem Konflikt?mehr...

Washington. Erst veröffentlicht Ex-FBI-Chef Comey sein Skandal-Buch. Jetzt liegen auch seine Notizen aus Gesprächen mit dem US-Präsidenten vor. Sie dienen als Beweisstück in der Russlandaffäre. Laut Trump belegen sie nur seine Unschuld. Dennoch bekommt sein Anwaltsteam Verstärkung.mehr...