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Torhüter Jens Haarseim vom PSV Bork zieht es zum BV Brambauer

Fußball: Vereinswechsel im Sommer

Nach fünf Jahren hat sich Torhüter Jens Haarseim entschieden, den PSV Bork zu verlassen. Sein Ziel: die Bezirksliga. Sein neuer Klub: der BV Brambauer. Aber vorher spielt er die Saison noch in Bork zu Ende.

Bork/Brambauer

20.02.2018
Torhüter Jens Haarseim vom PSV Bork zieht es zum BV Brambauer

Julien Köppeler (r.) herzt Jens Haarseim, nachdem dieser einen Elfmeter beim Vorbereitungsturnier in Cappenberg gehalten hat. Im Sommer geht Haarseim nach Brambauer. © Reith

Es ist ein Abgang, der wehtut. Wenn Torwart Jens Haarseim am 30. Spieltag gegen Billmerich sein Abschiedsspiel bestritten hat, geht nicht nur ein hervorragender Kreisliga-Torhüter aus Bork weg, sondern auch jemand, der die Sympathien beim Publikum und im Verein hat. Haarseim hält oft die Unhaltbaren – und damit seine Mannschaft im Spiel. „Wir haben einen Abgang, der schmerzt“, teilte Borks Sportlicher Leiter Jochen Glischinski vergangene Woche mit.

Glischinski lässt Haarseim ziehen, seiner Verdienste und seiner Loyalität wegen. Als im Sommer die Meistermannschaft des Fußball-Kreisligisten nach dem verpassten Aufstieg in seine Einzelteile zerbrach, hatte auch Borks Schlussmann Angebote. Klar, er hätte gehen können. Doch Haarseim blieb. „Ich habe Wort gegeben. Das halte ich auch“, sagte Haarseim im Interview, in dem er seinen Wechsel zum Bezirksligisten BV Brambauer bestätigte.

In Brambauer wächst im Sommer dann die Zahl der Spieler mit Borker Vergangenheit. Stürmer Marvin Schuster ist hier eingeschlagen wie eine Bombe. Auch Daniel Berger, im Vorjahr noch Dreh- und Angelpunkt in Borks Mittelfeld, hat sich ebenfalls einen Stammplatz erkämpft. Und dann ist da ja noch Leon Westrup, der ebenfalls in Brambauer angreifen will. Haarseim wird die Nummer vier. „Ich bin jetzt das fünfte Jahr beim PSV Bork und bei mir ist die Idee gereift, noch etwas anderes sehen zu wollen“, erklärt Haarseim. Dass schon drei Ex-Borker in Brambauer spielen, machte es einfacher. „Ich bin persönlich mit ihnen befreundet. Das ist etwas anderes, als blind zu irgendeinem Verein zu gehen“, sagt Haarseim.

Gekommen war der heute 23-Jährige damals aus der U19 des SV Herbern. In Bork hatte Jens Haarseim zunächst unter Peter Poslednik, später dann unter Ingo Grodowski gespielt. „Es ist ein Kapitel, das sich dann auch für mich schließt, wenn Ingo geht“, sagt Haarseim und gibt auch zu, dass Grodowskis Abgang im Sommer eine Rolle gespielt hat. „Das ist nichts gegen Markus Kuhn. Ich möchte nicht, dass es so rüberkommen könnte. Die Verpflichtung von Markus hat mich sogar länger überlegen lassen. Sie hat es eher verkompliziert als vereinfacht“, so Haarseim, „aber jetzt war es an der Zeit.“

In Brambauer wird Haarseim nicht der einzige Keeper zwischen den Pfosten sein. „Wir erwarten, dass durch Jens der Konkurrenzkampf auf dieser Position erhöht wird. Wir sehen das Potenzial in ihm. Er wird durchaus Chancen haben, Einsatzzeiten zu bekommen“, sagt Trainer Jascha Keller. Aktuell hat der BVB in Marcel Schaub, Michelle Kröger und Hendrik Helmus bereits drei Keeper.

Privat hat sich bei dem gebürtigen Selmer einiges verändert. Haarseim hat nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann inzwischen ein Studium in Wirtschaftswissenschaften an der TU Dortmund aufgenommen. Seine beiden Drillingsbrüder Kay und Nils haben das Fußballspielen nach Kreuzbandrissen inzwischen aufgegeben.

Für Jens Haarseim sucht der PSV nun Ersatz. „Wir sind dran“, so Glischinski, „wir brauchen sogar zwei Torhüter.“ Denn Lukas Witthoff aus der Reserve geht bekanntlich nach Vinnum – ihm hätten die Borker den Posten in der ersten Mannschaft auch gerne schmackhaft gemacht.

Mit dem PSV in der Kreisliga will Haarseim die Saison ordentlich zu Ende spielen. Zum Rückrundenauftakt in Niederaden (2:4) fehlte er krankheitsbedingt. Sonntag beim Tabellenzweiten Massen (15 Uhr, Karlstr. 15a, Unna) soll er dann wieder zwischen den Pfosten stehen. Und ab Sommer dann in Brambauer. „Ob wir oben mitspielen können, weiß ich nicht. Es wäre aber schön“, sagt Haarseim.