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Tödlicher Messerangriff auf 15-Jährige in Viersen

Wieder ist ein Teenager in Deutschland Opfer einer tödlichen Attacke geworden: Im nordrhein-westfälischen Viersen ist am Montag eine 15-Jährige in einem Park niedergestochen und tödlich verletzt worden. Ein möglicher Tatverdächtiger stellte sich später auf einer Polizeiwache, wie die Ermittler am Abend mitteilten. Der aus der Türkei stammende 25-Jährige hatte sich zuvor bei der Fahndung nach dem Täter einer Polizeikontrolle entzogen. Der Mann ist polizeilich bekannt. Seine mögliche Tatbeteiligung werde geprüft, hieß es.

Viersen

11.06.2018
Tödlicher Messerangriff auf 15-Jährige in Viersen

In Viersen ist eine 15-Jährige erstochen worden. Foto: Jens Kalaene/Archiv

Bei dem Todesopfer handelt es sich laut Polizei um eine 15-jährige Jugendliche aus Viersen mit rumänischer Herkunft. Sie erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zeigte sich bestürzt: „Es ist erschreckend, was heute Mittag in Viersen passiert ist“, teilte er am Abend mit. „Dass eine junge Frau in einem öffentlichen Park tödlich verletzt wurde, macht mich tief betroffen.“

In den vergangenen Monaten sind in Deutschland mehrere Jugendliche nach Gewaltverbrechen gestorben.

Erst am Wochenende war wenige Tage nach seiner Flucht aus Deutschland der Tatverdächtige im Fall der getöteten 14-jährigen Susanna, Ali B., im Irak festgenommen worden. Der irakische Flüchtling steht im Verdacht, das Mädchen aus Mainz vergewaltigt und umgebracht zu haben.

Im März war die 14-Jährige Keira in Berlin umgebracht worden. Ein 15-jähriger deutscher Mitschüler hat gestanden, sie am 7. März erstochen zu haben.

In Flensburg war ebenfalls im März eine 17-Jährige mit einem Messer getötet worden, ein 18-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan wird des Totschlags verdächtigt. Behörden gehen von einer Beziehungstat aus.

Im Dezember 2017 war eine 15-Jährige in einem Drogeriemarkt in dem rheinland-pfälzischen Ort Kandel erstochen worden. Am 18. Juni beginnt der Mordprozess gegen den angeblich gleichaltrigen Ex-Freund aus Afghanistan nach Jugendstrafrecht. Der Fall hatte eine Debatte über die Altersfeststellung von Flüchtlingen ausgelöst.

Im Oktober 2106 war in Freiburg die 19-jährige Studentin Maria L. Opfer eines Sexualmords geworden. Der Täter, ein junger Flüchtling, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.