Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Tests beim Frauenarzt ersetzen keine Krebsvorsorge

München (dpa/tmn) - Frauen sollten auch dann einmal jährlich zur allgemeinen Krebsfrüherkennung gehen, wenn sie sich bereits anderen Vorsorgeuntersuchungen unterzogen haben. Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München hin.

So machten ein Test auf humane Papillomaviren (HPV) oder andere Abstriche die klassische Krebsvorsorge nicht überflüssig, warnt BVF-Präsident Christian Albring. Die Vorsorge beziehe sich auf alle für frauenspezifischen Krebserkrankungen. Untersucht würden der Gebärmutterhals, der Venushügel, der Gebärmutterkörper, die Eierstöcke und spätestens ab dem Alter von 30 Jahren auch die Brüste.

«Leider nutzen weniger als die Hälfte der Frauen regelmäßig die Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen», beklagt Albring. Der Grund dafür sei, dass Deutschland - anders als andere europäische Länder - kein Einladungssystem kenne. Dabei legten jüngste Studien nahe, dass beispielsweise Krebserkrankungen am Gebärmutterhals eher bei denjenigen Frauen auftreten, die nicht oder nur unregelmäßig an der Vorsorge teilnehmen. Seit 1971 werden in Deutschland die Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Insgesamt sei das deutsche Vorsorgesystem weltweit aber vorbildlich, sagte Albring. So umfasse es auch Impfungen sowie die Betreuung bei der Mutterschaft und während der Wechseljahre. In Großbritannien beispielsweise beschränke sich die Prävention bei Frauen und Mädchen auf den Gebärmutterhals, der alle drei Jahre durch Abstrichuntersuchungen kontrolliert werde.

Gesundheitsinfos für Frauen: www.frauenaerzte-im-netz.de

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bonn (dpa/tmn) Schon rund zehn Beeren der Seidelbast-Pflanze können für Kinder tödlich sein. Gefährlich ist vor allem der Verzehr der Samen, die im ungiftigen roten Fruchtfleisch sitzen.mehr...

Bonn (dpa/tmn) Auch einen sehr flachen Gartenteich müssen Eltern kleiner Kinder sichern. Denn die könnten auch in sehr flachem Wasser ertrinken, warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder in Bonn.mehr...

Bad Nenndorf/Bonn (dpa/tmn) - Im Jahr 2009 sind in Deutschland 24 Kinder im Vorschulalter ertrunken - 7 von ihnen kamen im heimischen Swimmingpool oder Gartenteich ums Leben.mehr...