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Mehr Platz für die Jüngsten

Ausbau der Kindergärten in Südlohn und Oeding

Zwei Kindergärten werden in der Doppelgemeinde ausgebaut. Die Arbeit in Oeding geht gut voran, in Südlohn wird der Ausbau wohl teurer und nicht zu August 2019 fertig.

Südlohn/Oeding

, 13.06.2018
Mehr Platz für die Jüngsten

Kindergarten-Verbundleiter Dieter Bonhoff und Anne Finke, Leiterin der Kindertagesstätte St. Ida, freuen sich auf die neuen Räume. Bis alles fertig ist, wird es in Oeding wohl noch bis Oktober oder November dauern. © Stephan Teine

Der Bedarf an Kindergartenplätzen steigt. „Nicht nur wegen des Zuzugs nach Südlohn und Oeding, sondern auch weil die Geburtenrate steigt“, erklärt Dieter Bonhoff, Verbundleiter der Kindertagesstätten in Südlohn und Oeding. Aktuell sei der Bedarf in beiden Ortsteilen gedeckt. „Wir mussten niemandem absagen und haben auch keine Überhangplätze einrichten müssen“, sagt er. Bisher: Denn laut Prognosen des Kreises werden für die kommenden Jahre mehr Betreuungsplätze gebraucht – für Unter-Dreijährige, aber auch für Drei- bis Sechsjährige.

Allerdings ist aktuell noch der Platz knapp: Zwei Kindergärten sind deswegen gerade in oder kurz vor der Erweiterung:

Kindergarten St. Ida, Oeding

Seit August 2017 ist dort die dritte Gruppe im Bewegungsraum untergebracht. Der Anbau des dritten Gruppenraums hat Anfang Mai begonnen. Gerade wurde Richtfest gefeiert. Mit der Fertigstellung rechnen Dieter Bonhoff und Anne Finke vorsichtig optimistisch für Oktober oder November 2018. Der Außenbereich des Kindergartens wird auch noch vergrößert: „Wir bekommen rund 400 Quadratmeter dazu in Richtung Holland“, sagte Anne Finke, Leiterin des Kindergartens St. Ida.

Kindergarten St. Martin, Südlohn

Die Planungen für den Ausbau in Südlohn – dort sollen eine dritte und eine vierte Gruppe entstehen – haben sich noch einmal hinausgezögert. „Die Pläne waren erstellt, allerdings hat der Kreis gefordert, dass ein Aufzug eingebaut wird, damit der Kindergarten barrierefrei ist“, erläutert Dieter Bonhoff. Das ist nun geschehen, die Genehmigung sei erfolgt. Er geht davon aus, dass zwischen Sommer und Herbst der Baugebinn erfolgen kann. Mit der Fertigstellung rechnet er für Herbst 2019.

Mehr Platz für die Jüngsten

Am Kindergarten St. Martin in Südlohn sollen die Baumaschinen zwischen Sommer oder Herbst 2018 anrücken. © Stephan Teine

„Das bedeutet natürlich auch, dass die vierte Gruppe dort nicht zum 1. August 2019 starten kann“, sagt er mit Blick auf den Kalender. Wie Bürgermeister Christian Vedder auf Nachfrage erklärt, hatte die Bauaufsicht den Aufzug nachträglich gefordert. Ausgeschrieben sind die Arbeiten noch nicht. Daher kann er auch noch nichts über mögliche Mehrkosten sagen. Wahrscheinlich sei aber der geplante Betrag von 950.000 Euro nicht zu halten.

Wenn diese Erweiterungen abgeschlossen sind, gibt es erst einmal keine Möglichkeiten für zusätzliche Erweiterungen im Bestand, erklärt Dieter Bonhoff weiter. Der Martin- und der Barbarakindergarten seien bereits ausgelastet, am Vituskindergarten sind Erweiterungen ebenfalls keine Option.

Um noch mehr Betreuungsplätze zu schaffen, müssten Alternativen, vielleicht auch in ganz anderen Trägerschaften oder Konzepten diskutiert werden. „Es gibt Ideen, zum Beispiel einen Bauernhof- oder Waldkindergarten“, sagt er. Dort sei momentan aber die Kirchengemeinde als Träger nicht unbedingt der erste Ansprechpartner.

Personalmangel bei den Erziehern

Abseits der Räume hat Bonhoff aber noch ein ganz anderes Problem zu lösen: „Der Arbeitsmarkt für Erzieherinnen oder Erzieher ist völlig abgegrast“, sagt er. Mehr noch: „Die Einrichtungen jagen sich gegenseitig die Kräfte ab.“ Selbst eine Erweiterung der täglichen Betreuungszeiten müsste an einen anderen Personalschlüssel gekoppelt werden. „Wir fragen regelmäßig ab, welche Zeiten die Eltern in unseren Kindergärten brauchen“, sagt er. Bisher habe es noch keinen Bedarf für die Betreuung von 6 bis 19 Uhr oder gar über Nacht gegeben. „Das könnten wir mit der aktuellen Personaldecke aber auch nicht mehr leisten“, so Bonhoff. in den fünf Kindertagesstätten in Südlohn und Oeding kümmern sich aktuell rund 70 Mitarbeiter um 375 Kinder zwischen 0 und 6 Jahren.

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