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Kamerawagen blickt durch die Röhre

Südlohn Einen Namen hat er nicht. Aber er flitzt fleißig auf seinen vier Rädern durch die dunklen Röhren, während seine beiden Scheinwerferaugen jeden Winkel erhellen.

02.10.2008

Kamerawagen blickt durch die Röhre

<p>Kanalinspekteur Martin Florien von der Firma T & O Bauen und Umwelt mit dem Kamerawagen. MLZ-Fotos (2): Ohm</p>

Dabei hat sein "Herrchen" ihn genau im Auge - von oben. Damit endet aber auch schon die Vergleichbarkeit zu einem braven Vierbeiner, selbst wenn das Äußere des Kamerawagens ein wenig an einen Dackel erinnert. Zurzeit ist er im Südlohner Untergrund unterwegs - auf der Suche nach schadhaften Stellen im Kanalnetz.

Mit einer Videokamera ausgestattet, fährt er nach einem genau festgelegten Plan die Kanalisation in den einzelnen Straßenzügen ab. 8000 Meter untersucht das Team der Firma T & O Bauen und Umwelt GmbH aus Ahaus-Ottenstein in diesen Wochen. "Pro Tag schaffen wir etwa 500 bis 700 Meter", berichtet Geschäftsführer Ingo Osterhues.

In einem mit allen erforderlichen technischen Einrichtungen ausgestatteten Fahrzeug sitzt derweil Kanalinspekteur Martin Florien. An einer Seilwinde hat er zuvor den Kamerawagen in die Kanalröhre hinunter gelassen. Jetzt rollt der Wagen vorwärts. Zeitgleich erscheint die Aufnahme vom Inneren des Rohrs auf einem Bildschirm im Untersuchungswagen. "Was haben wir denn da?" Martin Florien stoppt das Fahrzeug und lässt die Kamera genauer auf einen Schachtstutzen schwenken, der von links in den Hauptkanal mündet - kein Befund. Etwas weiter stoppt er erneut: Ein deutlich erkennbares Loch klafft in der jahrzehntealten Betonröhre. Der Kamerawagen übermittelt die genaue Position, so das Florien den Schaden parallel in einem Computerprogramm genau vermerken kann. Zusätzlich dokumentiert später eine DVD das Ergebnis für den Auftraggeber, in diesem Fall die Gemeinde Südlohn. So lässt sich genau nachvollziehen, wo welcher Schaden vorgefunden wurde - eine unerlässliche Hilfe, um die notwendigen Sanierungsmaßnahmen zu planen.

In Südlohn scheint das Ergebnis relativ gut auszufallen - kein Vergleich etwa mit dem nördlichen Ruhrgebiet: Dort sorgen Bergsenkungen für Schäden ganz anderen Ausmaßes. to

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