Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Grippewelle hat Südlohn erreicht

Bei Influenza schnell handeln

Seit zwei Wochen verbreitet sich die Influenza in Südlohn rasant. Kreisweit häufen sich die Infektionen. Experten raten zu schnellem Handeln.

Südlohn

, 15.02.2018
Grippewelle hat Südlohn erreicht

Wer die Grippe hat, sollte sich vor allem ausruhen. © Foto: Maurizio Gamb

In der Praxis von Franz Tophof schniefen und husten die Patienten derzeit in einer Tour. „Ich mache im Moment nichts anderes“, sagt der Allgemeinmediziner. Die Grippewelle ist in Südlohn angekommen – und kreisweit auf dem Vormarsch. 333 Influenza-Erkrankungen zählte das Gesundheitsamt 2018 im Kreis. Schon jetzt liegt die Zahl damit um mehr als ein Drittel höher als in den Vorjahresmonaten. Gegenüber 2016 hat sich die Zahl der Grippe-Fälle sogar verfünffacht.

Grippewelle hat Südlohn erreicht

Franz Tophof, Arzt in Südlohn.

Vor zwei Wochen sei die Welle schlagartig losgegangen, sagt Franz Tophof. In den Kindergärten und Schulen sei sie zuletzt schon wieder abgeebbt. Treten die typischen Symptome Fieber, trockener Husten sowie Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen auf, empfiehlt er schnelles Handeln. „Medikamente helfen nur innerhalb der ersten 24 bis 36 Stunden“, so Tophof. „Danach kann man es nur noch ausschwitzen und das dauert.“ Das Hauptproblem sei, dass viele Erkrankte sich zunächst zur Arbeit schleppen würden und dann erst zum Arzt gingen. „Dann dauert es sofort eine Woche länger“.

Als wirksamsten Schutz sieht er die regelmäßige Impfung an. Zuletzt war eine öffentliche Debatte um die Wirksamkeit der Dreifach-Impfung entbrannt. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt inzwischen die Vierfach-Impfung. Die wiederum übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen noch nicht.

Franz Tophof hält die Debatte für Marketing der Impfstoff-Hersteller. „Ich vermute, bei denen liegt noch zu viel vom Impfstoff auf Lager.“ Die Dreifach-Impfung sei in der Regel ausreichend. Insbesondere denjenigen, die sich jedes Jahr impfen lassen, biete sie einen sehr guten Schutz. „Der Schutz wächst mit den regelmäßigen Impfungen, auch gegen banale Erkältungen.“

Von einer Impfung zum jetzigen Zeitpunkt rät er seinen Patienten aber ab. „Die Impfung braucht 14 Tage Anlaufzeit. Gleichzeitig besetzt der Impfstoff das Immunsystem.“ Impfe man dann in eine beginnende Erkältung hinein, falle die nur umso stärker aus, meint Franz Tophof. Ist die Grippe einmal richtig da, helfen vor allem zwei Dinge. „Viel Trinken und Ausruhen“, empfiehlt Apotheker Heinrich Bäßmann.

Den besten Schutz gegen Grippe bietet eine jährliche Impfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt diese vor allem für Risikogruppen: Personen ab 60 Jahren, Schwangere, chronisch Kranke, Bewohner von Pflegeheimen und medizinisches Personal. Vor Ansteckung schützt Hygiene, etwa durch regelmäßiges Händewaschen und Lüften sowie das Meiden von Körperkontakt.
Lesen Sie jetzt

Dorstener Zeitung Volksinitiative gegen Straßenbaugebühren

Schlagloch an Schlagloch - warum Familie Kamps den Straßenausbau trotzdem verschieben will