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Biofilter als Lösung

Oeding Wo jetzt noch wilde Blumen sprießen, Brennnesseln und Unkraut wachsen, könnte in naher Zukunft endlich ein bebautes Wohngebiet in Oeding entstehen.

19.06.2007

Denn in die zähen Verhandlungen um das Baugebiet «Burloer Straße West» kommt so langsam Bewegung. Dies bestätigte Bürgermeister Georg Beckmann gestern in einem Gespräch mit der Münsterland Zeitung.

Das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) stellte kürzlich eine Anfrage bezüglich eines von der Verwaltung in Auftrag gegebene Emissionsgutachtens und dem allgemeinen Stand des Verfahrens. Und der momentane Sachstand sieht wie folgt aus: Die Verwaltung steht aktuell in Gesprächen mit den angrenzenden Landwirten, um eine Möglichkeit zu erarbeiten, die Emissionsgrenze einzuhalten.

Emissionen zu hoch

Die von den landwirtschaftlichen Betrieben ausgehenden Geruchsbelastungen waren unter anderem ein Grund, warum die vierte Änderung des Bebauungsplans nach einem Normenkontrollverfahren vom OVG im Jahr 2006 ausgesetzt wurde. Das Verfahren wurde im vergangenen Jahr durch die Klage eines benachbarten Landwirtes ins Rollen gebracht. In ersten Sondierungsgesprächen hätten die Landwirte bereits ihre Bereitschaft signalisiert, eine Lösung zu finden: «Die Gespräche waren sehr angenehm, wir befinden uns auf einem guten Weg», gab sich Beckmann zuversichtlich und erklärte weiter: «Die Landwirte an einer Zusammenarbeit interessiert.»

Der Schlüssel für die Senkung der Emissionen auf das erlaubte Maß könnte eine moderne Biofilter-Technik sein. Diese Technik sei, so Beckmann, effizient. Dazu seien die Kosten für die Gemeinde überschaubar. «Eine grundsätzliche Zustimmung seitens der Landwirte liegt vor. Jetzt gilt es, die technischen Feinheiten auszuloten», kündigte der Bürgermeister weitere Gespräche an.

Zwei Fliegen geschlagen

Mit der Lösung des Emissionsproblems würde die Verwaltung sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn hält der neu erarbeitete Bebauungsplan für das Baugebiet «Burloer Straße West» einer verwaltungsgerichtlichen Prüfung stand, könnte auch das Baugebiet «Burloer Straße Ost» in Oeding bebaut werden. Und damit hätte der pflanzliche Wildwuchs an der Burloer Straße endlich ein Ende. hh

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