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Streit um gestohlenen Strom für Cannabis-Zucht

Düsseldorf. In einem Hochbunker in Düsseldorf wurde nicht nur in großem Stil Cannabis angebaut, sondern dafür auch schwarz Strom gezapft. Die Stadtwerke wollen Geld für die gestohlene Energie - vor Gericht geht es um Zehntausende Euro.

Streit um gestohlenen Strom für Cannabis-Zucht

Hanfpflanzen (Cannabis) wachsen in einem Garten. Foto: Oliver Berg/Archiv

In einem Zivilverfahren vor dem Düsseldorfer Landgericht streiten ein Stromlieferant und ein Vermieter um gestohlenen Strom für eine Drogenplantage. In einem vermieteten Hochbunker in Düsseldorf war eine energieaufwendige Cannabis-Plantage betrieben worden - eine der größten, die in Nordrhein-Westfalen entdeckt wurden. Die Stadtwerke fordern mehr als 64 000 Euro für nicht bezahlten Strom und Wasser.

Am Donnerstag (9.30 Uhr) hat das Gericht einen Termin zur Beweisaufnahme angesetzt. Dabei soll geklärt werden, ob der 80 Jahre alte Vermieter von dem Geschäft mit der Plantage in seinen Räumen wusste. Dazu soll seine Tochter gehört werden.

Aufgeflogen war die Cannabis-Zucht schon im Jahr 2012. Die Fahnder entdeckten in dem auffälligen Gebäude auf zwei Stockwerken insgesamt 3200 Cannabis-Pflanzen, 160 Kilogramm erntereifer Drogen und dazu verkaufsfertiges Rauschgift im Wert von mehreren Millionen Euro.

Es war eine der größten Cannabis-Plantagen, die in Nordrhein-Westfalen entdeckt wurden. In mehreren Gerichtsverfahren wurden Erntehelfer und Drahtzieher verurteilt. Ein Strafverfahren gegen den betagten Vermieter war 2016 wegen seiner schweren Erkrankung abgetrennt und 2016 eingestellt worden.

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