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Streit in Bischofskonferenz um Entscheidung zu Abendmahl

Köln. Dürfen Protestanten bei Katholiken am Abendmahl teilnehmen? Im Februar rang sich die katholische Bischofskonferenz zu einer Mini-Reform durch. Nun zeigt sich, dass der Graben noch tiefer ist als gedacht. Mehrere Bischöfe opponieren offen gegen den Beschluss.

Streit in Bischofskonferenz um Entscheidung zu Abendmahl

Kardinal Reinhard Marx (l.), und Kardinal Rainer Maria Woelki. Foto: Oliver Berg/Archiv

In der katholischen Deutschen Bischofskonferenz ist es zu einem offenen Bruch über die Frage des Abendmahls für Protestanten gekommen. Wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben des Konferenzvorsitzenden, des Münchner Kardinals Reinhard Marx, hervorgeht, haben sich sieben andere deutsche Bischöfe, darunter fünf allein aus Bayern, an den Vatikan gewandt und dort „um Hilfe“ gebeten - zunächst an Marx vorbei. Sie hätten Zweifel, ob ein von der Bischofskonferenz mit Mehrheit getroffener Beschluss zur „Handreichung über konfessionsverschiedene Ehen und eine gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie“ mit „dem Glauben und der Einheit der Kirche vereinbar“ sei. Zuerst hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ darüber berichtet.

Der Streit geht auf eine Entscheidung der Bischöfe aus dem Februar zurück. Sie hatten sich damals zu einer Mini-Reform durchgerungen, nach der Ehepaare unterschiedlicher Konfessionen künftig im Einzelfall gemeinsam an Eucharistiefeiern in katholischen Kirchen teilnehmen dürfen. Die Diskussion um ein gemeinsames Abendmahl ist seit Jahrzehnten ein Streitpunkt zwischen Katholiken und Protestanten. Bislang konnten Protestanten bei den Katholiken quasi nur unter der Hand am Abendmahl teilnehme.

Der Gruppe, die den Beschluss nun in Zweifel zieht, gehört unter anderem der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki an, wie sein Erzbistum mitteilte. Zu den weiteren Unterzeichnern zählen der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sowie die Bischöfe von Augsburg, Eichstätt, Passau, Regensburg und Görlitz (Sachsen). Es gehe ihnen um eine „Klarstellung, ob die Frage des Kommunionempfangs konfessionsverschiedener Ehepartner im Rahmen einer nationalen Bischofskonferenz entschieden werden kann, oder ob eine Entscheidung der Universalkirche notwendig ist“, teilte das Kölner Erzbistum mit.

Das Schreiben der sieben Bischöfe an den Vatikan ist auf den 22. März datiert. Marx wurde nach eigenen Angaben von Woelki darüber in Kenntnis gesetzt - allerdings erst danach. Das Schreiben des Kölner Kardinals an ihn sei auf den 23. März datiert gewesen - also einen Tag nach dem Brief nach Rom.

Marx widersprach den Bedenken seiner Kollegen. Die Vollversammlung der Bischofskonferenz sehe „die Rückbindung mit der Universalkirche als klar gegeben an“, schrieb er. Der Beschluss sei „mit weit überwiegender Mehrheit“ und nach einer ausführlichen Aussprache gefasst worden.

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