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Störgeräusche vor Saisonfinale: Favre auf dem Weg zum BVB

Dortmund. Derzeit vergeht kaum ein Tag ohne neue Medienberichte zur Dortmunder Trainersuche. Kaum jemand zweifelt noch an der Verpflichtung von Lucien Favre. Doch zuvor muss der Revierclub noch eine wichtige Aufgabe meistern und die Störgeräusche ausblenden.

Störgeräusche vor Saisonfinale: Favre auf dem Weg zum BVB

Lucien Favre ist ein heißer Kandidat auf den Traier-Posten beim BVB. Foto: Matthias Balk

Die Spekulationen blühen, die Vereinsführung mauert - Borussia Dortmund kommt auch vor dem „Endspiel“ um die Champions League bei 1899 Hoffenheim nicht zur Ruhe.

Anhaltende Schlagzeilen über die angeblich bevorstehende Verpflichtung von Trainer Lucien Favre sind der Vorbereitung auf die wichtige Partie am Samstag wenig zuträglich. Die Möglichkeit, seine Mannschaft in einem kurzen Trainingslager von den fast täglichen Störgeräuschen abzuschotten, schloss Peter Stöger in den „Ruhr Nachrichten“ kategorisch aus. „Für Aktionismus bin ich nicht zu haben.“

Noch führt der Österreicher auf dem BVB-Trainingsplatz Regie. Doch mit Beginn der neuen Saison wird das wohl nicht mehr so sein. Im lockeren Plauderton verriet Sebastian Rode am vergangenen Sonntag bei „Sky“ ein seit Wochen offenes Geheimnis. „So, wie er sich auch ausdrückt in der Kabine, gehen wir davon aus, dass wir nächste Saison einen neuen Mann haben werden“, sagte er mit Verweis auf die Zukunft von Stöger. Damit zog sich der seit Monaten verletzte Mittelfeldspieler den Unmut von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu, der umgehend eine Strafe ankündigte.

Diese prompte und harte Reaktion beweist, wie sensibel die Vereinsführung mittlerweile auf das leidige Trainerthema reagiert. Laut französischen Medienberichten macht Favre seine Zusage angeblich von einer Champions-League-Qualifikation der Borussia abhängig. Verspielt der Tabellendritte beim Saisonfinale ins Sinsheim seinen Drei-Punkte-Vorsprung auf die Verfolger Leverkusen und Hoffenheim und die bessere Tordifferenz, könnte das nicht nur finanziell, sondern auch bei der Trainersuche neue Probleme bereiten.

Mehr spricht jedoch dafür, dass sich der BVB mit Favre längst einig ist. So wurden am Dienstag in der französischen Tageszeitung „Nice Matin“ bereits Nachfolger für den beim OGC Nizza wohl scheidenden 60 Jahre alten Coach gehandelt. Pikanterweise gehört der in Dortmund gescheiterte Peter Bosz neben dem einstigen FC Sevilla-Coach Eduardo Berizzo zum Kandidaten-Kreis.

Die jüngsten, noch unbestätigten Meldungen von einem Wechsel des Augsburgers Marwin Hitz und des Routiniers Stephan Lichtsteiner (Juventus Turin) zum BVB gelten als weiteres Indiz für eine Zusage von Favre. Der 30 Jahre alte Schlussmann und der 34 Jahre alte Rechtsverteidiger sind Schweizer - wie Favre. Zählt man die bereits unter Vertrag stehenden Roman Bürki und Manuel Akanji dazu, könnten bald fünf Eidgenossen zur Borussia gehören.

Nicht nur bei der Auswahl des neuen Trainers, sondern auch beim nötigen Umbau des Kaders setzt der BVB offenbar auf Erfahrung und Führungsstärke. Die leidigen Erfahrungen in dieser Saison lehrten, dass es der mit zahlreichen Talenten bestückten Mannschaft genau daran mangelt.

Da passt ein gestandener Spieler wie Rechtsverteidiger Lichtsteiner bestens in das Anforderungsprofil - zumal er ohne Ablöse zu haben ist. Er gewann als unumstrittener Stammspieler von Juve sechs italienische Meisterschaften und bestritt für die Nationalmannschaft 94 Partien. Mit dem Thema Turin hat er jedenfalls abgeschlossen. „Meine Zukunft wird ganz weit weg sein, das ist sicher“, sagte er dem Schweizer „Blick“.

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