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Stöger hört in Dortmund auf: Hoffenheim in Champions League

Sinsheim. Peter Stöger hat seine Mission - mit viel Glück - erfüllt. Danach wurde die Trennung von Dortmund vollzogen. Die Borussia spielt nächste Saison wieder in der Champions League, hat dafür aber beim Saisonfinale nicht viel getan.

Stöger hört in Dortmund auf: Hoffenheim in Champions League

Dortmunds Christian Pulisic (l.) und Hoffenheims Andrej Kramaric kämpfen um den Ball. Foto: Uwe Anspach

Am Ende der gerade noch geglückten Champions-League-Mission sorgte Dortmunds Trainer Peter Stöger für Klarheit. „Das war heute mein letztes Pflichtspiel für den BVB, das haben wir schon vor einiger Zeit gemeinschaftlich beschlossen. Ein neuer Reiz, mit einem neuen Trainer, wird dem Verein gut tun“, sagte der Österreicher. „Ich bin froh, dass wir es ins Ziel geschafft haben“.

Der BVB hatte am Ende einer schwierigen Saison gerade noch so sein Saisonziel erreicht - und hat 1899 Hoffenheim die erstmalige Teilnahme an der Königsklasse ermöglicht. In einem packenden Spitzenspiel des letzten Bundesliga-Spieltages besiegte die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann mit viel Leidenschaft den BVB mit 3:1 (1:0). Dennoch beendete das Gäste-Team als Tabellenvierter hinter Hoffenheim die Saison.

Mit viel Konfetti und grenzenlosem Jubel feierte Hoffenheim den erstmaligen Einzug in die Champions League. „Das größte Ereignis überhaupt! Das ist das fünfte oder sechste Wunder von Hoffenheim“, sagte ein überglücklicher Gesellschafter und Mäzen Dietmar Hopp mit Blick auf frühere Großereignisse der Nordbadener wie den einstigen Durchmarsch von der dritten in die erste Liga oder die Rettung 2013.

Auch Nagelsmann war euphorisiert und tanzte mit seinen Kollegen aus dem Betreuerteam im Kreis. „Unfassbar, dass wir Dritter geworden sind. Ich habe Tränen in den Augen“, sagte der 30-Jährige nach dem letzten Bundesliga-Spieltag bei Sky, umringt von Hunderten TSG-Fans auf dem Rasen. Später bei der Pressekonferenz kippten die Spieler ihrem Trainer mit „Europapokal-Gesängen“ Bier über den Kopf.

Andrej Kramaric hatte die Kraichgauer in der 26. Minute in Führung gebracht. Marco Reus war in der 58. Minute der überraschende Ausgleich gelungen, ehe Adam Szalai zum 2:1 (63.) und Pavel Kaderabek zum 3:1 (74.) traf. Beide Clubs dürfen nun mit Zusatzeinnahmen von mindestens 30 Millionen Euro planen.

Stöger erlebte bei seinem letzten Auftritt auf der BVB-Bank ein Spiegelbild der Saison: Die Borussia leistete sich vor 30 150 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena nicht nur haarsträubende Patzer, sondern wirkte auch nicht so motiviert wie die von Nagelsmann gepuschten Hausherren. Falls Lucien Favre wie erwartet vom OGC Nizza als Stöger-Nachfolger nach Dortmund wechselt, wird er viel zu tun haben, um diese Mannschaft wieder zu einem internationalen Spitzenteam zu formen.

Stöger hatte in der Innenverteidigung den gelbgesperrten Sokratis und verletzten Ömer Toprak durch Manuel Akanji und den zuletzt auf die Tribüne verbannten Marcel Schmelzer ersetzt. Weltmeister Mario Götze saß die komplette Partie auf der Bank. Ein Patzer des Dortmunder Torhüters Roman Bürki ließ dann die Hoffenheimer jubeln: Der Schweizer hatte Probleme bei der Ballannahme, als Uth heranstürmte, und spielte das Leder auf Kramaric. Der kroatische Nationalspieler schoss ganz cool zum 1:0 ein - sein 13. Saisontor.

Kaum weniger schlimm dann die vergebene Konterchance von André Schürrle: Völlig alleine lief der zuletzt von Bundestrainer Joachim Löw nicht mehr berücksichtigte Nationalspieler auf das Gehäuse von Oliver Baumann zu - und setzte den Ball ans Außennetz (34.).

Die zuvor bereits in sechs Spielen auswärts sieglose Borussia sah sich nach der Pause dem Ansturm der Hoffenheimer ausgesetzt, überstand diesen zunächst aber mit Fortune. Reus erzielte auf Vorarbeit von Raphael Guerrero sogar den Ausgleich. Doch Szalai mit einem Heber über Bürki hinweg brachte die ungemein starke TSG erneut in Führung. Nach dem 3:1 durch Flügelflitzer Kaderabek gab es auch bei Nagelsmann kein Halten mehr: Der Erfolgscoach brüllte seine Freude am Spielfeldrand nur so heraus, während seine Spieler sich auf Kaderabek warfen.

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