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Stefan Mross setzt auf Schlager und Senioren

Rust. „Immer wieder sonntags“ ist nach „Tatort“ und „Tagesschau“ eine der populärsten ARD-Sendungen am Sonntag. Moderator Stefan Mross trimmt die Show im Ersten auf Volksmusik und deutschen Schlager. Und findet immer sein Publikum - ähnlich wie der „ZDF-Fernsehgarten“.

Stefan Mross setzt auf Schlager und Senioren

Stefan Mross will die deutsche Musik fördern. Foto: Patrick Seeger

Stefan Mross gibt im Ersten am Sonntagvormittag den Ton an. Deutscher Schlager und Volksmusik sind die Instrumente, mit denen er im Fernsehen für Stimmung sorgt. Die ARD-Unterhaltungsshow „Immer wieder sonntags“ moderiert er nun im 14. Jahr in Folge.

In diesem Jahr steht er häufiger vor der Kamera als sonst. Es gibt erstmals 16 Live-Ausgaben der Show. Bislang waren es 14 Folgen. Grund ist das hohe Zuschauerinteresse, sagt der für die Sendung verantwortliche Südwestrundfunk (SWR). Start der diesjährigen Staffel ist an diesem Sonntag um 10.00 Uhr. Sie dauert bis Anfang September.

„Diese Sendung ist mein ständiger Begleiter“, sagt der 42 Jahre alte Sänger und Moderator in den Kulissen der Show, die jeden Sommer sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr live aus dem Europa-Park in Rust bei Freiburg gesendet wird. Der Volksmusikant aus Bayern hat die seit 1995 laufende ARD-Sendung 2005 übernommen. Sie stand damals unter keinem guten Stern, litt unter sinkenden Einschaltquoten und mangelndem Profil. Moderator Max Schautzer, der von Beginn an dabei war, durfte nicht mehr weitermachen, Nachfolger Sebastian Deyle blieb glücklos und nur ein Jahr - bis Mross kam.

„Es war ein Gemischtwarenladen“, erinnert sich Mross, der die Sendung umstellte und auf sich zuschnitt. Ratgebersparten flogen raus, stattdessen wurde der Schwerpunkt auf Musik gelegt. Mit Erfolg: Die Quoten legten zu, „Immer wieder sonntags“ kam auf Augenhöhe mit dem ebenfalls am Sonntag laufenden „ZDF-Fernsehgarten“, den es seit 1986 gibt und der ein ähnliches Publikum erreicht. Beide Open-Air-Shows senden in den Sommermonaten und setzen auf leichte Unterhaltung, beide erreichen vergleichbare Zuschauerresonanz.

„Es ist Musik, die gute Laune macht und die zu Herzen geht“, sagt die Chefin der SWR-Fernsehunterhaltung, Barbara Breidenbach, über die ARD-Show. Erfolgsgarant der Sendung sei der Moderator. „Er ist ein Vollblut-Entertainer“, sagt Breidenbach über Mross: „Er ist die Seele der Sendung. Das lieben die Zuschauer an ihm.“ Im vergangenen Jahr erreichte die Sendung nach Angaben des Senders knapp 1,6 Millionen Zuschauer pro Ausgabe und einen Marktanteil von knapp 16 Prozent. Das Durchschnittsalter der Zuschauer: 65 Jahre.

„Das ältere Publikum liegt mir am Herzen“, sagt Mross, der auch als Sänger auftritt: „Das sind Menschen, die einer Sendung treu bleiben und regelmäßig einschalten, statt sich mit der Fernsehbedienung durch die Kanäle zu zappen.“ Senioren sollten daher mehr Beachtung finden. Macht die Sendung pause, tourt Mross mit einem gleichnamigen Bühnenprogramm, gemeinsam mit Musikerkollegen, durch die Lande. „Immer wieder sonntags“ sei mit den Jahren sein Markenzeichen geworden, sagt Mross. Sein Ziel sei, deutsche Musik zu fördern.

Das Konzept der Fernsehsendung, die sonntags zwei Stunden läuft, bleibe auch in diesem Jahr im Kern unverändert, sagt der Redaktionsleiter der Show, Markus Ziemann. Deutsche Musik stehe im Vordergrund, hinzu kämen Comedy und Spiele. Zur Auftaktsendung an diesem Sonntag kommen den Angaben zufolge unter anderem die Sängerinnen Beatrice Egli und Stefanie Hertel, die Ex-Frau von Mross.

Der seit 32 Jahren laufende „Fernsehgarten“ vom Mainzer Lerchenberg mit Andrea Kiewel (52) startet, wie bereits im Vorjahr, sonntags um 11.50 Uhr - und sendet also größtenteils nach Mross. Gegen dessen Show am Sonntagvormittag setzt das ZDF die Trödel-Sendung „Bares für Rares“ mit Horst Lichter, die sich nach ZDF-Angaben großer Beliebtheit und guter Einschaltquoten erfreut.

Der „Fernsehgarten“ läuft bereits seit Anfang Mai. Seine diesjährige Saison dauert nach Angaben des Mainzer Senders bis 23. September. Sie umfasst demnach 21 Folgen.

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