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Würdevolles Ende für Lebenswege

Hospiz in Stadtlohn besteht 15 Jahre

In 15 Jahren begleitete das Hospiz über 1000 Sterbende. Das ist ein Grund zum Feiern.

Stadtlohn

, 07.05.2018
Würdevolles Ende für Lebenswege

Über 1000 Lebenswege haben seit 2003 im Elisabeth-Hospiz an der Laurentiusstraße ihr Ende gefunden. Über 1000 Anlässe zu trauern. Einerseits. Andererseits: Über 1000 Menschen konnten den letzten Abschnitt ihres Lebens in Würde und Geborgenheit, in familiärer Umgebung und möglichst schmerzfrei erleben. Und das ist für Rieke Liesmann und Dagmar Höing auch ein Grund zur Freude. Die beiden Frauen leiten das Team aus 25 hauptamtlichen und rund 20 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Gäste im Elisabeth-Hospiz rund um die Uhr betreuen.

Im Hospiz können Menschen, deren Leben sich dem Ende zu neigt, ihr eigenes kleines Appartement beziehen und ihren Tagesablauf weitgehend selbst gestalten. Die Mitarbeiter des Hospizes leisten Palliativpflege – sie lindern Schmerzen und Symptome. „Der Mensch muss spüren, dass er zählt – bis zum Schluss“, so beschreibt Leiterin Rieke Liesmann den Grundsatz ihres Hauses. Und ihre Vertreterin Dagmar Höing sagt: „Dass das seit 15 Jahren gelingt, darf auch mal gefeiert werden. Wir sind ja kein Trauerverein.“

Lebenswege hören: Das 15-jährige Bestehen des Elisabeth-Hospizes begehen die Mitarbeiter, die Ehrenamtlichen und viele Unterstützer in diesem Jahr mit mehreren Veranstaltungen. Eröffnet wurde der Reigen jetzt mit einer Lesung und einem Konzert im Raum der Stille.

Lebenswege feiern: Am 1. Juni werden über 200 Angehörige, Ehrenamtliche, Mitarbeiter, Nachbarn und Unterstützer ab 14 Uhr zu einer riesigen Kaffeetafel im Zelt am Elisabeth-Hospiz erwartet. Zauberer Endrik Thier macht der Festgesellschaft seine Aufwartung. An diesem Tag wird auch die neue Oase im Hospiz eingeweiht: ein Wellness-Raum der Entspannung und Ruhe mit Bademöglichkeit.

Lebenswege laufen: Am 30. Juni gehen beim Sponsorenlauf für das Elisabeth-Hospiz und die Palliativstation am Krankenhaus Maria-Hilf zum 14. Mal an die 100 Läufer an den Start. Der Startschuss fällt um 10 Uhr im Hülsta-Sportpark.

Lebenswege spüren: Am 14. Oktober wird das Projekt „Ein Koffer voller Lebenswege“ abgeschlossen. Rieke Liesmann hatte die Idee zu diesem Projekt, nachdem zum Weihnachtsfest 2017 Christuskinder aus den Kirchenkrippen durch Familien und Einrichtungen in der Stadt gewandert sind (Münsterland Zeitung berichtete). Rieke Liesmann hat einen Koffer auf die Reise geschickt, den die Stadtlohner mit Erinnerungsstücken aus ihrem Lebensweg füllen: Gedichte, Bücher, Bilder, Gegenstände, die ganz persönliche Geschichten von Lebensfreud und Lebensleid erzählen.

Das Elisabeth-Hospiz an der Laurentiusstraße wurde im Juni 2003 gegründet. Das Hospiz ist eine stationäre Einrichtung mit christlicher Grundhaltung. Es steht Gästen jeder Konfession und Weltanschauung offen. Benannt ist es nach Elisabeth von Thüringen (1207 bis 1231), die sich aufopferungsvoll Kranken widmete. Träger des Hospizes sind der Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken, der Caritasverband für die Dekanate Ahaus und Vreden, die St.-Antonius-Hospital Gronau GmbH, die St.-Marien-Hospital Borken GmbH und die Stiftung Krankenhaus Maria-Hilf in Stadtlohn. www.hospiz-stadtlohn.de
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