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Roboter reagiert auf Zuruf

25.06.2007

Stadtlohn Stefanie Wilde drückt auf den grauen Knopf, der über den Erfolg ihrer dreimonatigen Programmierarbeit entscheiden soll. Langsam setzt sich der kleine Roboter vor ihr in Bewegung und folgt einer schwarzen Linie auf dem Tisch. Plötzlich klatschen seine drei Erfinderinnen - Stefanie Wilde, Ronja Lensing und Marion Osterholt - laut in die Hände. Wie auf Befehl bleibt der Roboter stehen, dreht sich einmal um die eigene Achse und fährt dann weiter entlang der schwarzen Linie. Der Versuch ist geglückt.

Fantasie spielen lassen

Acht verschiedene Roboter hat der Technikkurs des Geschwister-Scholl-Gymnasiums unter Aufsicht von Schulleiter Bernhard Gemsa programmiert. «Wir hatten dabei keine festen Vorgaben und konnten unsere Fantasie spielen lassen», so Christian Schuchardt, der zusammen mit René Wichmann und Lisa Kremer einen Roboter kreiert hat. Dieser wird bei lauten Geräuschen schneller und stoppt schließlich an einer aufgemalten Ziellinie. Das Spektrum der Roboter ist breit: Da gibt es einen menschenähnlichen Roboter, der laufen und seinen Kopf drehen kann, oder ein Förderband, das Legosteine durch einen Lichtsensor nach Farben aussortiert. Außerdem fährt ein Roboter auf zwei Rädern, ohne das Gleichgewicht zu verlieren, und das «Klatschometer» schläft bei lauten Geräuschen ein. Besonders nützlich ist in Zeiten des Klimawandels der Roboter von Sven Schultze ten Berge: Ein eingebautes Sonnenmodul wendet sich je nach Lichteinfall der Sonne zu und kehrt bei Dunkelheit wieder auf seine Startposition zurück.

«Aufräumer»

Als ebenso alltagstauglich beweist sich der Roboter von Alexander Kreienbaum und Max Grimmelt, der alle Dinge innerhalb eines festgelegten Bereichs heraus schiebt und so «aufräumt». Finanziert wurden die Materialien - Legosteine und Mikroprozessoren - vom Förderverein. Der erste Vorsitzende Josef Waning überzeugte sich gleich selbst von der Funktionsfähigkeit der Roboter und zeigte sich beeindruckt. Auch Schulleiter Bernhard Gemsa lobte die «besondere Einsatzbereitschaft» der Schüler und war erstaunt, «mit welcher Leichtigkeit die Schüler die komplexen Roboter programmieren.» rw

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