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Klanggewalt gebändigt

Stadtlohn In die Klangwelten symphonischer Blasmusik, beliebter Musicalmelodien und rasanter Märsche versetzten die Musiker der Husarenkapelle am Sonntag ihre Gäste beim großen Herbstkonzert in der Stadtlohner Stadthalle.

08.10.2007

Der Vorsitzende Ansgar Schwietering begrüßte die vielen hundert Musikfreunde, unter ihnen Bürgermeister Helmut Könning, Pfarrer Meinhard Jonscher und Pater Dr. Hermann Lübbering, dem der langjährige Moderator Heinz Niehues mit herzlichen Worten zum 90. Geburtstag gratulierte.

Geistiger Vater

Er würdigte den Pater als geistigen Vater des Blasorchesters und als Impulsgeber, der für eine Symbiose von Musik und Kirche stehe, wobei die Husaren ihm dann mit dem Publikum ein Geburtstagsständchen darbrachten.

Das umfangreiche Programm, das intensive Probenarbeit voraussetzte, wurde dynamisch und sicher dirigiert vom Orchesterleiter Andreas Siry, der sowohl kompetent als auch charmant moderierte. Mit einem enormen Klangvolumen starteten die Husaren bei dem Marsch "Viribus unitis" - zu Deutsch: Mit vereinten Kräften, eine Auftragskomposition für die Bundeswehr von Josef Bach. Ein "Riesenstück", so der Moderator, ist die Symphony Nr. 1 "The Lord of the Rings", eine Filmmusik aus dem "Herr der Ringe". Und mit "Des großen Kurfürsten Reitermarsch" spielten die Husaren ein traditionelles Werk von 1892, bekannt auch durch die Melodie vom "Großen Zapfenstreich". Mit "Fate of Gods", in dem die Musik einen Kampf zwischen gut und böse und die Entstehung einer neuen, idyllischen Welt beschreibt, intonierte das Orchester das Werk eines zeitgenössischen Komponisten. Bei "Diagram" handelte es sich um die in Noten gesetzte Geschichte eines Musikvereins, in deren Klanggewalt sich auch herbere Töne mischten, wobei Anke Schwietering durch ihr klassisches Klarinetten-Solo erfreute.

Schwungvolle Gute-Laune-Musik zum entspannten Zuhören spielten die Husaren mit "Omens of Love". Die Komposition "The Breeze and I" ließ lateinamerikanisches Temperament erahnen, ein schöner Part auch für Jan-Hendrik Gehling, der hervorragend die Solo-Trompete spielte.

Fernweh und Freiheit

Nachdem die Husaren mit einem Medley an das Musical "Elisabeth" erinnert hatten, hörte das Publikum mit "Fluch der Karibik" ein großartiges Orchesterwerk, das nach Fernweh, Freiheit und Abenteuer klang. Beim schmissigen Marsch "Gruß an Kiel" gaben die Husaren noch einmal ihr Bestes.

Mit Standing Ovations und überwältigendem Applaus dankte das begeisterte Publikum dem Dirigenten sowie den Instrumentalisten für ein anspruchsvolles Herbstkonzert, das mit zwei klangvollen Zugaben endete. sd

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