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Kirche ist eine lebendige Gemeinschaft

18.06.2007

Stadtlohn Zu den «Stadtlohner Glaubensgesprächen» mit Pfarrer Stefan Jürgens hatte die Kirchengemeinde St. Otger kürzlich wieder eingeladen. Unter dem Leitwort: «Das Zweite Vatikanische Konzil: Was hat es gewollt? Was ist schon erreicht? Was ist noch zu tun?» fanden sich zahlreiche Interessierte im Pfarrzentrum St. Joseph ein.

Zunächst stellte Pfarrer Jürgens die großen Änderungen im Kirchenbild vor: Aus einer «Kirche gegen die Welt» sei eine «Kirche für die Welt» geworden; aus der selbstsicheren «festen Burg» eine «pilgernde Kirche», ein «wanderndes Gottesvolk», das sich dem Wort Gottes mehr verpflichtet wisse als eigener Stärke.

Vorher - nachher

Die wichtigsten Beschlüsse des Konzils, das ohne die menschliche Art von Papst Johannes XXIII. und manchen pastoral orientierten Bischöfen kaum denkbar gewesen sei, fasste der Referent anhand von Gegenüberstellungen «vorher - nachher» zusammen: Über die Offenbarung, über das Wesen der Kirche, über die Liturgie und über den Dialog mit der Welt, über die Ökumene und alle weiteren Konstitutionen des Konzils. Die Kirche habe die Zeichen der Zeit erkannt; aus einer hierarchisch aufgebauten, starren Institution sei eine lebendige Gemeinschaft geworden, in der jeder Christ eingeladen sei, seine eigene Berufung zum Christsein zu erkennen und zu leben.

Nicht mehr bewusst

In der anschließenden Diskussion bedauerten viele Teilnehmende, dass sich manche Aufbrüche des Konzils kaum noch im Bewusstsein der Christen befänden. Der Aufbruch der Traditionen und der Volkskirche, die schnellen gesellschaftlichen Veränderungen, aber auch das bequeme Versorgungsdenken mancher Christen wurden dafür verantwortlich gemacht.

Auch habe es mächtige Gegenbewegungen bei kirchlichen Autoritäten und in fundamentalistischen Kreisen gegeben. Alles in allem sei das Konzil der wichtigste Impuls für die katholische Kirche in den letzten 100 Jahren gewesen: Die Kirche sei zugleich weltoffen und identisch, dialogfähig und eindeutig geworden. sd

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