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Genuss für die Sinne

Stadtlohn Eine herausragende Hommage an den großen Komponisten Johann Sebastian Bach war das Geistliche Konzert in der St. Otger-Kirche - und für die vielen Musikfreunde ein Hochgenuss, einem Ensemble von exzellenten Instrumentalisten und dem klangvollen Orgelspiel von Christoph Grohmann zuzuhören.

20.06.2007

Eingeladen hatten am Sonntag die Kirchengemeinde St. Otger, die VHS und die Stadt Stadtlohn. Bachs Musik sei von überzeitlicher Schönheit, zeichne sich aus durch Transzendenz, sei sinnlich, voller Verstand und spirituell, betonte Pfarrer Stefan Jürgens eingangs. In seiner Moderation erläuterte der Pfarrer dem Publikum anschließend die Bach'schen Choräle.

Mystische Unruhe

Der Choral «Wachet auf, ruft uns die Stimme» begann mit feinem Orgelspiel. Dann setzte das Streichensemble ein, mit Ursula van der Linde-Bancken (Violine), Michèle Sidener (Viola), Martha Walczak (Violoncello), Michel Kroese (Kontrabass), Heike Haefner-Volmer (Basso continuo) und Adalbert Walczak (Sopransaxophon). Bach hält sich in dem Werk an das Gleichnis von den törichten und den klugen Jungfrauen. Es ist ein Stück voll mystischer Unruhe. Die darauf folgende reigenartige Melodie lässt das Bild des nahenden Hochzeitszuges erahnen.

Geprägt von ruhiger Glaubensgewissheit, musikalischer Schönheit und tiefer Ausdruckskraft ist der Choral «Wer nur den lieben Gott lässt walten». Ihm liegt Bachs Kantate 93 zugrunde. Das musikalische Thema wird durch das Sopransaxophon getragen, leicht und elegant dargeboten von Adalbert Walczak und von den anderen Instrumenten zart umspielt. Die sonst so große Klanggewalt der Orgel wird hier andächtig und leiser.

«Meine Seele erhebt den Herrn», vom Ensemble wohlklingend intoniert, ist eine Vertonung des deutschen Magnifikat, die dem Lobgesang Marias überwältigende Kraft und Größe gibt. «Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ» spielt musikalisch auf die biblische Geschichte von den Emmaus-Jüngern an, die in Begleitung des auferstandenen Jesus gehen. Die Instrumentalisten glänzten auch beim letzten Choral durch ihr wunderschön harmonisches Zusammenspiel.

Zugabe «erklatscht»

Mit stehenden Ovationen und minutenlangem Beifall dankte das Publikum für ein hochkarätiges Konzert, und das Ensemble erfreute noch mit einer Zugabe, ebenso wie der Orgelvirtuose auf der «Königin der Instrumente». sd

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